Teil eines Werkes 
6. bis 10. Stück (1846)
Entstehung
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Während Kate dieſer Erzaͤhlung lauſchte, deren Ton bewies, wie verächtlich der Sprecher von einer Unternehmung dachte, wobei ſolche Menſchen betheiligt waren, empörte ſich ihr eigener Stolz über die Nieder⸗ znachüggket derjenigen, denen ſich ihr Vetter angeſchloſſen

atte.

Ja, ſagte ſie endlich, indem ſie unwillkürlich laut ſprach,eine Sache, woran ſolche Menſchen Theil nah⸗ men, konnte nicht gedeihen; es muß tiefe Verderbtheit in einem Bunde herrſchen, der ſolche Triebfedern zu⸗ ſammenkettet. So hatte denn mein Vetter keinen ein⸗ zigen Freund? War kein einziger da, der ihm beim Abſchied die Hand drückte? fragte ſie haſtig, indem ſie den Gegenſtand ihrer Gedanken änderte.

Doch, es war einer da, erwiederte Travers be⸗ ſcheiden;Mr. O'Donoghue war edelherzig genug, ſo⸗ gar in der Stunde des Unglücks ſeinen alten Groll zu vergeſſen und mich ſeinen Freund zu nennen. Er that mehr er wünſchte, wir möchten früher Freunde ge⸗ worden ſeyn.

Wollte der Himmel, ihr wäret es geweſen, ſprach Kate, während ihren Augen Thränen entquollen und über die Wangen rannen.

Ja, wir hätten es ſeyn können, fuhr Travers fort,hätte nicht Betrug und Bosheit Zwietracht zwi⸗ ſchen unſern Familien geſäet. Sie wiſſen nicht, Miß O⸗Donoghue, wie tief dieſe Verrätherei gewirkt hat und wie geſchickt ihre Plane angelegt waren. Die nämlichen Hoffnungen, durch deren Vereitelung mein Leben ver⸗ dunkelt iſt, wurden genährt und gepflegt von dem, der wußte, wie wenig Grund ich hatte, mich ihnen hinzu⸗ geben; verzeihen Sie mir, ich bitte Sie, wenn ich auf einen Gegenſtand anſpiele, den ich nie hätte erwähnen ſollen. Hamsworth war es, der mich überredete, meine Bewerbung werde nicht ohne Erfolg bleiben; auf ſeinen Rath hin habe ich das Geſtändniß gewagt, welches mich das Glück meines künftigen Lebens gekoſtet hat. Ich