327
in einem ſo hoffnungsloſen Unternehmen Preis zu geben braucht.“.
„Der Kapitän hat ganz Recht,“ fiel ein Anderer ein;„Irland iſt nicht reif für ein ſolches Unternehmen; Ihren Landsleuten mag es nicht an dem nöthigen Muthe fehlen, aber ſie verſtehen nicht gemeinſchaftlich zu han⸗ deln. Keine Sklaverei iſt ſo ſchlimm als Zwietracht.“
„Dies Boot wird unterſinken,“ ſagte der Offtzier von der Wache, indem er auf das Fiſcherboot deutete, das noch immer leewärts am Schiffe lag;„wenn Sie an's Land zurückkehren, mein Herr, ſo laſſen Sie ſichs um Ihrer Kameraden willen gerathen ſein, keine Zeit zu verlieren.“
„Weit beſſer wäre es, er käme mit uns,“ ſagte ein kräftig ausſehender Mann in der Uniform eines In⸗ fanterieregiments;„der junge Herr ſcheint zum Kriegs⸗ dienſt geneigt. Ma foi, bei uns fehlt es ſelten an Ge⸗ legenheit dazu.“
„Zurück gehe ich nicht mehr,“ ſprach Mark,„ich habe mein Heimatland zum letzten Mal geſehen.“
Mit mancher Rede des Willkomms drängten ſich die Ofſiziere um ihn und drückten ihm die Hände, für einen Augenblick all ihr Mißgeſchick vergeſſend über der Freude, womit ſie ihren neuen Kameraden empfingen.“
„Wer wird mir einiges Gold leihen?“ fragte Mark, „dieſe tapfern Burſche haben ihr Leben für mich gewagt und ich habe ihnen nichts als Dank zu geben.“
„Dieß mag auf Koſten der Expedition gehen,“ ſagte der Kapitän lachend, indem er Mark ſeine Börſe zuwarf. Der junge Mann lehnte ſich über das Boll⸗ werk, begrüßte das Boot, und nach einem Augenblick großer Schwierigkeit erreichte einer von den Fiſchern das Verdeck.
„Ich möchte Euch Lebewohl ſagen, Tom,“ ſprach Mark, indem er die rauhe Hand in der ſeinigen drückte. „Ihr ſeyd das Letzte’, was ich von meinem Lande ſehen werde; ſo fahret denn wohl; aber, wie tief auch das


