319
geſtellt wird, wenn nicht gar wegen einer noch ſchlim⸗ mern Sache.“
Zum Glück überhörte Mark die letzten Worte, die dem Kapitän aus Unachtſamkeit, jedoch nur leiſe, ent⸗ fahren waren.
„Horch,“ rief Mark, als der laute Knall mehrerer Kanonenſchüſſe erdonnerte,„ſie haben gelandet— ſie werden bald hier ſeyn.“
Während er ſprach, ritt ein Dragoner auf Travers zu und flüſterte ihm einige Worte in's Ohr. Frederick veranlaßte den Mann zurückzureiten; darauf näherte er ſich Mark und ſagte—
„Ich hatte Recht, Sir, die franzöſiſche Flotte hat die Anker gelichtet, die Expedition iſt aufgegeben; hin⸗ weg denn, bevor alle Ausſichten für Sie verſchwunden ſind— eilen Sie hinunter an die Bucht und an Bord;. Sie werden wenigſtens einen Pfad finden, wo Sie eben ſo viel Ruhm als Gefahr erwartet; ſchnell alſo — hinweg.“
„Es iſt nicht möglich, daß ſie dieß gethan haben,“ rief Mark in ſchmerzlicher Leidenſchaft;„ſie konnten nicht die Sache aufgeben, die ſie genährt haben, und uns hier unſerm Schickſal überlaſſen.“
Mit dieſen Worten ſchwang ſich Mark auf Travers Pferd, während jedes Gefühl für ſeine eigene Rettung in ſeiner Beſorgniß um den Ausgang des Komplottes verſchwand.
„Verrätherei haben wir genug gehabt— mit dem Fluch der Feigheit können wir wohl verſchont bleiben. Adieu, leben Sie wohl— wenige Menſchen, ſeyen es nun Freunde oder Feinde geweſen, haben mir Dienſte geleiſtet, wie Sie. Wenn wir uns wieder finden, Travers—“
„Leben Sie wohl, leben Sie wohl,“ rief Travers, „wir werden uns nie als Feinde begegnen;“ damit eilte Travers von dannen, während Mark ſich im Sattel vor⸗ bog, ſeinem Pferde die Sporen gab und fortſprengte.
Mit der Eile eines Menſchen, der auf nichts ge⸗


