Teil eines Werkes 
6. bis 10. Stück (1846)
Entstehung
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und unſchuldig aus;— Ihr wißt gar wohl, was ich meine. Dies iſt eine Rebellenhöhle, aber bevor ich von dannen gehe, ſoll ſie ein Aſchenhaufe werden“

„Sie werden doch nicht mein kleines Haus hier nie⸗ derbrennen wollen, Herr Kapitan?“ rief Mary mit einem Blick, worin ein ſcharfſinniger Beobachter einen ganz andern Ausdruck als Furcht hätte leſen können.„Sie werden mir doch nicht die Mittel rauben wollen, mein Brod zu verdienen?“

„Wein her, Weib; und wenn Ihr das Feuerwerk nicht mit anſehen wollt, ſo macht Euch fort, das Thal hinauf. Ich will an dieſer Stelle ein Denkmal laſſen, das den Verräthern zur Warnung diene. Das Volk ſoll künftig davon reden und darauf deuten, als auf den Platz, wo die Rebellion ihre erſte Züchtigung gefunden.“

„Und wer wagt zu ſagen, daß je in dieſem Hauſe Hochverrath geſponnen wurde?“

„Wenn,“ verſetzte Wylie,„mein Eid Euch nicht genug iſt, Mrs. M'Kelly——

„Euer Eid!“ unterbrach ihn Mary;—„Euer Eid!— der Eid eines deportirten Verbrechers?“

„Was meint Ihr von Euerm alten Liebhaber, Lanty Lawler?“ fragte Hamsworth, indem er von dem ſtarken Weine einen Becher nach dem andern leerte.„Würdet Ihr Euch nicht jetzt zweimal beſinnen, ihm einen Korb zu geben, wenn Ihr wüßtet, welchen Preis es Euch koſtete?“

„Lieber wollte ich meine Gebeine ſo ſchwarz ſehen, wie ſein verratheriſches Herz,“ rief Mary mit flammen⸗ den Augen,„als daß ich einen ſolchen Schurken nehmen möchte! Hier, Herr Kapitän, das iſt der Beſte aus dem Keller und da iſt das Haus für Sie und hier,“ ſprach ſie, indem ſie ſich auf die Knie warf,„und hier iſt der Fluch des einſamen Weibes, das Sie dieſe Nacht hinaus auf die Straße werfen, ohne ihr ein Obdach zu gönnen; möge er Ihnen jetzt zünden und Sie für immer be⸗ gleiten!“