Teil eines Werkes 
6. bis 10. Stück (1846)
Entstehung
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ſache, daß Geltung in der Geſellſchaft— der ſogenannte Succès des Salons eine Sache war, wonach Jedermann ſtrebte. Für den ſtolzen Pair, der im Cabinet nach Rang und Einfluß trachtete, wie für den angehenden Rechtsgelehrten, der nach parlamentariſcher Auszeichnung ſtrebte— für den faſhionablen Pflaſtertreter, wie für den Anzettler geheimer, politiſcher Intriguen— war dies gleich unentbehrlich. Die bloße Zulaſſung in gewiſſe Cirkel war nichts— die Thatſache, daß man ſich unter die hundert Andern miſchte, die ſich anmelden laſſen, ſich verbeugen, lächeln und wieder hinwegſchlüpfen, ver⸗ lieh damals noch keinen Anſpruch auf die Ehre, zu einer ausgezeichneten Klaſſe in der Geſellſchaft zu gehören; eben ſo wenig hätten die wohlfeilen Plattheiten der Ge⸗ genwart, worin der Narr oder Gimpel jederzeit die Haupt⸗ rolle ſpielen kann, den Mangel an geſellſchaftlicher Ge⸗ wandtheit, an fertigem Witz und ſcharfem Geiſt erſetzt, die damals um jede Tafel der Hauptſtadt vereinigt waren. Es iſt nicht unſere Schuldigkeit noch weniger haben wir Luſt, zu unterſuchen, warum alle dieſe löblichen Ei⸗ genſchaften uns verlaſſen haben, oder woher es komme, daß gleich der Glasmalerei die Kunſt ſich angenehm zu unterhalten, vielleicht für immer verloren gegangen iſt. Es iſt einmal ſo; wir ſind in trübſelige Zeiten gerathen, und wer alt genug iſt, ſich beſſerer zu erinnern, der hat den traurigen Troſt, zu wiſſen, daß er ihr Ende ge⸗ ſehen hat. 3 So ſehr auch die Hauptſtadt mit Perſonen von Rang, Reichthum und Einfluß angefüllt war, ſo machte doch die Ankunft von Sir Marmaduke Travers gleich⸗ falls bedeutendes Aufſehen. Sein ungeheures Vermögen war allgemein bekannt; außerdem lag etwas beſonderes in der Thatſache, daß ein durch das ſo lockere Band eines kleinen Gutes an Irland geknüpfter Engländer, ohne alle Bekanntſchaften oder Freunde im Lande, ſeine Wohnung in Dablin aufſchlug, ein Umſtand, der dem Stolz der Eingebornen eben ſo ſehr ſchmeichelte, als er