41 Unterhaltung nur denjenigen Grad von Aufmerkſamkeit widmete, den die Höflichkeit erforderte.
So geſchah es, daß, während Sir Archy glaubte, er habe nun Talbot dazu gebracht, über den Zweck ſei⸗ ner Ankunft ſich zu äußern, dieſer letztere von ihm al⸗ lerlei Aufſchlüſſe über das Land im Allgemeinen, über die Sitten des Volkes und deſſen Lebensweiſe kerhielt, was er auf die ruhigſte, unbefangenſte Weiſe bewirkte. „Das Leben eines Fiſchers,“ ſagte er als Antwort auf eine Bemerkung von Sir Archy—„das Leben eines Fiſchers iſt aber doch ein recht armſeliges; denn wenn auch ſein Gewinn zu gewiſſen Zeiten groß iſt, ſo gibt es doch Tage— ja, ganze Monate, wo er ſich nicht in die See hinaus wagen kann. Nun bin ich überzeugt, daß gerade in dieſer Bantry⸗Bai das Gewell furchtbar ſeyn muß, wenn der Wind aus Weſt oder Nordweſt geht.“
„Sie haben Recht, ganz Recht—“ antwortete M'Nab, der ſogleich ein Geſpräch über den Zuſtand der Bucht unter den mannigfaltigen wechſelnden Umſtänden von Wind und Fluth anknüpfte.„So weit mein eigenes Gedächtniß reicht, ſind ſchon viele unſerer armen Teufel dort zu Grunde gegangen, und wahrlich, wenn wir nicht einen öſtlichen Wind haben.——“
„Einen öſtlichen Wind?“ wiederholte Mark, indem er den Kopf plötzlich aus ſeinen Händen emporhob und mit dem Staunen eines Betrunkenen um ſich her ſtarrte. „Iſt das der Toaſt— haſt Du den gemeint?“
„O warum nicht?“ erwiederte Sir Archy lächelnd. „Es gibt wenige Trinkſprüche für die Bewohner dieſer Gegend, die eines Glaſes würdiger wären. Wollen Sie nicht mit anſtoßen, Mr. Talbot?“
„ Ci natürlich,“ ſagte Talbot lachend; aber bei all ſeinen Anſtrengungen wohlgemuth zu ſcheinen, hätte ein ſcharfer Beobachter den warnenden Blick bemerken kön⸗ nen, den er dem jungen O'Donoghue zuwarf.
„Nun denn!“ rief Mark, ſich erhebend, während der Wein von dem bis zum Rand gefüllten Becher uͤber


