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Sie hörte eben, wie er in ſeinem Zimmer über ihr mit ſchwerem Schritt auf und ab ging, und ohne einen Augenblick zu verlieren, eilte ſie die Treppe hinauf an ſeine Thüre; ſchon war ihre Hand ausgeſtreckt um an⸗ zuklopfen, als ſie plötzlich zögerte, über ihren Geiſt kam eine ſeltſame Verwirrung— was würde Mark von ihrer Bitte halten— würde er ſie nicht einem heftigen Ver⸗ langen zuſchreiben, der Einladung Folge zu leiſten? Solcher Art waren die Fragen, die ſich ihr aufdrängten, aber eben ſo ſchnell kam auch die Antwort—„Mag er denken, was er will, ich werde mich gewiß nicht bemü⸗ hen, ihn zu enttäuſchen. Er allein unter allen im Hauſe hat mir noch nie einen Beweis von Anhänglichkeit oder Vertrauen gegeben.“ Das Blut ſtieg ihr in die Wan⸗ gen und ihre Augen glühten von der augenblicklichen Aufregung; im gleichen Moment wurde plötzlich die Thüre aufgeriſſen und Mark ſtand vor ihr.
Sein Erſtaunen war jedoch ſo groß, daß er einige Sekunden lang nicht ſprechen konnte; endlich murmelte er mit dumpfer, tiefer Stimme—
„Ich glaubte etwas am Schloſſe zu hören und bin ſo argwöhniſch auf den verdammten Kerry, der ſo oft hier den Horcher macht——*
„Doch nicht, wenn Sie allein ſind, Mark?“ ſprach Kate lächelnd.
„Ja— auch dann. Ich habe eine närriſche Ge⸗ wohnheit, laut zu denken, und habe mich ſchon lange vergeblich bemüht, ſie los zu werden; auch ſcheint er es zu wiſſen.“.
„Auch eine andere Gewohnheit ſcheinen Sie an ſich zu haben,“ ſagte ſie lachend.„Erinnern Sie ſich noch, daß Sie mir das Schreiben weggenommen haben, das gerade anlangte, als wir am Frühſtück waren?“
„Wirklich?“ erwiederte er erröthend;„habe ich es wirklich vom Tiſche genommen? Ja, ja, es fällt mir jetzt wieder ein. Sie müſſen mir vergeben, Bäschen, wenn dieſe unwillkührlichen Gewohnheiten die Geſtalt
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