Fünfundzwanzigſtes Kapitel. Schwierige Unterhandlungen.
Jetzt rückte die Zeit heran, da ſich die Familie Tra⸗ vers in die Hauptſtadt begeben wollte, und auf Sybellas dringende Bitten ſtellte Sir Marmaduke das Geſuch, Kate O'Donoghue möchte ſie begleiten und ſo die Freu⸗ den eines Winters in Dublin genießen, das damals, in Bezug auf geſelliges Leben keiner andern Stadt in Europa nachſtund.
Das in den ſchmeichelhafteſten, herzlichſten Ausdrü⸗ cken abgefaßte Empfehlungsſchreiben langte gerade an, als die O'Donoghue's am Frühſtücke ſaßen und wurde, wie gewöhnlich bei ſolchen Gelegenheiten, von Kate ſelbſt eröffnet; kaum hatte ſie den Inhalt überblickt, als ſie mit erhöhter Farbe und einem leichten Zittern in ihrer Stimme den Brief über den Tiſch hin ihrem Oheim reichte und ſagte—„darüber haſt Du zu entſcheiden, Oheim.“ 4
„Dann mußt Du es mir vorleſen Kate; denn mein Gehör hat mein Geſicht überlebte⸗
„Soll ich es thun?“ fie Kates Weſen einiges Zögern b gutmüthig zu Hülfe kam.
„Von Herzen gerne, Archy,“ erwiederte O'Donoghue, „oder vielmehr, wenn Du mir einen Gefallen thun willſt, ſo ſage mir nur, wovon die Rede iſt— briefliche Höf⸗ lichkeiten machen auf mich ſo ziemlich den gleichen Ein⸗ druck, wie die Ceremonien der Verbeugung und Begrü⸗ ßung wenn ich einen anfall habe. Ich werde höl⸗
r Archy ein, der in ekt hatte, und ihr jetzt


