Teil eines Werkes 
1. bis 5. Stück (1846)
Entstehung
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ten zu verweilen.Prozeſſe und Schurken von Advo⸗ katen haben drei Viertheile meines Vermögens ver⸗ ſchlungen, vom Reſt weiß ich kaum, ob ich Herr darüber bin oder nicht; zu dieſem Theile gehören indeſſen das alte Haus und die wenigen Morgen, die aus dem Schiffbruch gerettet wurden. In dieſem Augenblicke ſchweben inhaltsſchwere Rechtsfragen vor den Gerichts⸗ höfen, und wenn ſie zu meinen Gunſten entſchieden werden, ſo werde ich im Beſitz der Heimat meines Vaters bleiben und nicht als Bettler in die Welt hin⸗ ausgeſtoßen werden. Nein, mein Kind, Du mußt nicht ſo blaß werden das iſt jetzt eine alte Geſchichte und hat wenig Schrecken für uns, ſo lange ſie ein blos be⸗ fürchtetes Uebel bleibt. Für Deine Ohren aber wird es traurig klingen. Ich weiß es, ſagte er indem er ſich eine Thräne abwiſchte, die gegen ſeinen Willen kommen wollte.

Beide ſchwiegen jetzt. Der alte Mann machte eine Pauſe, unentſchloſſen, wie er fortfahren ſollte. Kate ſprach nicht; denn bis jetzt konnte ſie weder die Abſicht ſeiner Mittheilung erkennen, noch konnte ſie auch, wenn ihr dieſelbe eingeleuchtet hätte, einſehen, in wie fern ſie ſich in der Sache betheiligen ſollte.

Weißt Du auch, meine Liebe, begann er nach einer beträchtlichen Pauſe,daß ſich Dein Vater mit Deiner Mutter vermählte, als ſie erſt ſechzehn Jahre alt war?

Ich habe oft gehört, ſie ſey kaum mehr als ein Kind geweſen, ſagte Kate ſchüchtern denn ſie konnte ſich ihrer Eltern nicht mehr erinnern, weder ihres Vaters noch ihrer Mutter.

An Jahren, meine Liebe, war ſte ein Kind, aber ein Weib in Rückſicht auf Anmuth, Verſtand und jeg⸗ liche Vortrefflichkeit in der That, ſo glücklich war mein armer Bunder in ſeiner Wahl, daß er ſtets die Jugend ſeines Weibes als einen der Gründe ihrer Lie⸗ benswürdigkeit betrachtete. Oft haben wir mit einan⸗