273 Muſikalien hier, die ſie vielleicht in einer ſo abgelegenen Gegend gerne annähme.“
Frederick ſprach kein Wort, ſondern erwartete in
ängſtlicher Spannung die Antwort ſeiner Schweſter. „Mit größtem Vergnügen; was ſagt Fred zu dem Vorſchlag?“
„Ich wüßte nicht, was ich dagegen haben ſollte,“ erwiederte er mit einer geſchickt erkünſtelten Gleichgül⸗ tigkeit.„Sie iſt eine höchſt anſtändige Dame; und wenn es euere Abſicht iſt, einige Wochen länger in die⸗ ſer Einöde zu bleiben, ſo hätte ihre Geſellſchaft unend⸗ lichen Werth.“
„ Noch einige Wochen länger!— Ich bleibe bis Weihnachten, Junge,“ ſprach ſein Vater mit Entſchloſ⸗ ſenheit.„Ich habe Irland Geſchmack abgewonnen; meine Abſicht iſt daher, im Winter für einige Monate nach Dublin zu gehen, im Frühling aber hieher zurück⸗ zukehren.““
Jetzt war plötzlich eine Gelegenheit da, den Gegen⸗ ſtand zu beſprechen, weßhalb Frederick herübergereist war; aber ſey es, daß er den Zeitpunkt für ungünſtig hielt, oder daß ſeine Ideen über die Sache ſeit ſeiner Ankunft einige Veränderung erlitten hatten— er be⸗ gnügte ſich einfach mit einem bedenklichen Kopfſchütteln, gleich als ſetze er nicht das größte Vertrauen auf Sir Marmaduke's Feſtigkeit, und machte keinen Verſuch, ſei⸗ nen Entſchluß durch irgend eine Gegenvorſtellung zu bekämpfen. Im Gegentheil, er hörte mit Geduld und ſogar mit anſcheinendem Intereſſe dem umſtändlichen Bericht ſeines Vaters über ſeinen Plan an— wie er bereits Auftrag gegeben habe, ihm für den Winter ein Haus in Stephen's— green zu beſtellen, in der Abſicht, mit dem Adel der Hauptſtadt Bekanntſchaft zu machen, und nebſt ſeiner Tochter an dem vizeköniglichen Hof zu er⸗
einen.
„Sybella kann ihren erſten Eintritt in die Geſell⸗
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