in der Grafſchaft ein Gentleman iſt, der Ihnen das gleiche Geld dafür gibt.“ Hier ſenkte er ſeine Stimme bis zu einem Flüſtern hinab und fügte hinzu:„Gewiß,⸗ der flinke Wallach iſt unter Brüdern mit zehn Pfund bezahlt“
„Was!“ rief der Jüngling, indem ſeine Augen⸗ braunen ſich vor Zorn zuſammen zogen und ihm das Blut in's Geſicht ſtieg.
„Nun, nun— das hat nichts zu bedeuten, das wäre nur mein Gebot; und wenn ich eine Zehnpfund⸗ Note dafür biete, ſo iſt das Alles, was ich im Leben habe; ich bin nicht zu einem ſo ſchönen Gut und Eigen⸗ thum geboren, wie Sie.“
Dieſe Worte, in einem für die Uebrigen unver⸗ nehmlichen Tone geſprochen, ſchienen den Zorn des jungen Mannes zu beſänftigen, denn er ſtreckte, obgleich noch etwas verdrieß ich, ſeine Hand aus, nahm das Bündel und breitete es vor ſich auf dem Tiſch aus.
„Ein trockener Handel, heißt es, war noch nie ein glücklicher, Lanty— nicht wahr?“ ſprach O'Donoghue, indem er eine kleine Handglocke ergriff und eine Portion
laret beſtellte, ſowie auch die gewöhnlicheren Elemente zu einem Punſch, im Fall der Roßhändler, wie wahr⸗ ſcheinlich war, dieſes Getränke vorziehen ſollte.
„Dieſe Noten ſcheinen ſchon etwas mitgemacht zu haben,“ murmelte Mark:„hier iſt ein zerlumpter Fetzen; man kann nicht herausbringen, ob er zwei oder zehn gilt.“
„Sie ſind ſchon durch manche Hände gegangen, ſonder Zweifel,“ verſetzte Lanty,„die Lehnsleute haben ſie ausbezahlt; und Sie wiſſen ja ſelbſt, wie lange ſie an einer Note herumfingern und drücken, bevor ſie ſich davon trennen. Man ſollte meinen, ſie wollten Ab⸗ ſchied davon nehmen. Mancher kann kein Wort leſen und ſagt Ihnen doch den Werth einer Note, bloß dem Griff nach!— Ich danke, Sir, ich halte es mit dem Schnaps— den bin ich am meiſten gewöhnt.“
4


