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alles Geräthes beraubt; in den andern ſchienen die we⸗ nigen Ueberreſte ihre Erhaltung mehr ihrer Werthloſig⸗ keit als irgend einer andern Eigenſchaft zu verdanken. Zerbrochene Spiegel— verſtümmelte, durch irgend eine plumpe Hand wieder ausgebeſſerte Stühle— zerriſſene, geflickte Teppiche, und hie und da eine eingerahmte Lein⸗ wand, ſo von Schmutz entſtellt, daß kein Auge unter⸗ ſcheiden konnte, ob ſie ein Gemälde oder eine Tapete vorſtellen ſollte— dieß waren die einzigen Gegenſtände, die man dort finden konnte. Dieſe Gemächer zeigten wenig oder keine Spur von Bewohnung; in der That war ſeit vielen Jahren ſelten ein Fuß über ihre Schwelle gekommen. Ein großes viereckiges Zimmer in einem der Thürme, von etlichen vierzig Fuß im Durch⸗ ſchnitt, war der gewöhnliche Aufenthaltsort der Familie, und diente als Geſellſchafts⸗ ſowie auch als Speiſezim⸗ mer. Dieß hatte ein etwas beſſeres Ausſehen; hier wa⸗ ren alle Hausgeräthe beiſammen, die den Zwecken der Gemächlichkeit oder Brauchbarkeit nur einigermaßen ent⸗ ſprachen; und hier fand man altmodiſche Sofas, tiefe Armſtühle, ſchmucke, mißgeſtaltete Tiſche gleich Tauſend⸗ füßen, und wohlgefütterte alte Fußſchemmel, die ehrwür⸗ digen Werke längſtvergeſſener Großmütter. Ein unge⸗ heurer Ofenſchirm, bedeckt mit einem bunten Gemiſch von Zeichnungen und Zerrbildern, trennte die um die Feuerſtelle ſitzende Gruppe vom übrigen Theile des Zim⸗ mers, und dieſer trauliche Kreis iſt es, in den wir jetzt unſern Leſer einführen wollen.
In dem großen Armſtuhl, rechts von der umfang⸗ reichen Feuerſtelle, ſaß ein kräftiger alter Mann, deſſen Haar, weiß wie Schnee, in langen, wallenden Maſſen zu beiden Seiten des Kopfes hinabfiel. Seine Stirne, breit und maſſiv, thronte über zwei dunklen, durchdrin⸗ genden Augen, die nicht einmal das hohe Alter ihres Glanzes beraubt hatte. Seine übrigen Geſichtszüge wa⸗
ren mehr durch eine ſorgloſe, unverholene Sinnlichkeit,
als durch irgend einen andern Charakter bezeichnet, außer


