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terung und Unterhaltung. Die ſeltſame Erſcheinung eines von Ueberfluß ſtrotzenden und doch mit einer dar⸗ benden Bevölkerung überfüllten Landes hatte damals ge⸗ rade angefangen, die Aufmerkſamkeit auf ſich zu ziehen; und es gingen allerlei Theorien im Schwange, welche jenen auffallenden und unregelmäßigen ſocialen Zuſtand, den leider auch die Erfahrung eines weiteren, halben Jahrhunderts noch nicht zu löſen vermocht hat, erklären wollten.
Sir Marmaduke war in dergleichen populären Schriften wohlbewandert: den„Geſammtzuſtand von Irland,“ wußte er auswendig, und war von ſeiner voll⸗ kommenen Sachkenntniß ſo feſt überzeugt, daß er wirk⸗ lich mit Ungeduld ſich nach dem Lande ſehnte, um das große Werk der Wiedergeburt und Civiliſation zu beginnen, wodurch Irland und ſein Volk in die Reihe der be⸗ günſtigſten Nationen treten ſollten. Er hatte viel gehört von der Trägheit und dem Aberglauben in Irland—
von iriſcher Bigoterie und Unduldſamkeit— von der Gleichgültigkeit gegen gemächliche Lebenseinrichtungen— von der Abneigung gegen Anſtrengungen— von der
Sorgloſigkeit in Betreff der Gegenwart— von dem Mangel an Vorſicht für die Zukunft; es war ihm ge⸗ ſagt worden, Feiertage und Heiligenfeſte nehmen mehr als die Hälfte der Arbeitszeit in Anſpruch— Unwiſſen⸗ heit mache die andere Hälfte faſt werthlos; er hatte ge⸗ leſen, die Zufriedenheit, womit man ſich in die Armuth füge, habe eine allgemeine Abneigung gegen alle In⸗ duſtrie erweckt und einen Abſcheu vor jeder Anſtrengung, ſofern ſie nicht unumgänglich nothwendig ſey.
„Warum ſoll ein ſolcher Zuſtand länger dauern, da er doch weder in Norfolk noch in Yorkſhire beſteht?“ war die Frage, die er ſich beſtändig vorlegte, und auf die er in ſeiner Kenntniß keine Antwort fand. Dort kam der Aberglaube, wenn— was er jedoch nicht wußte — wirklich dergleichen vorhanden war— der täglichen Arbeit nicht in den Weg. Um Heiliger willen wurde


