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lonby Lebewohl und wollte mich auch Lady Jane zu
dieſem Behufe nähern, aber zu meiner großen Ueber⸗ raſchung verbeugte ſie ſich ſehr ſteif und ſagte in ihrem kälteſten Tone:„Ich wünſche Ihnen eine angenehme Reiſe.“ Bevor ich mich von meiner Verblüfftheit über dieſes Benehmen erholt hatte, kam Kilkee auf mich zu und ſagte, er wolle mich einige Meilen begleiten. Ich nahm das freundliche Anerbieten ſehr gerne an, ver⸗ beugte mich dann noch einmal gegen die Ladies und trat ab.„So ſteht es alſo jetzt,“ dachte ich,„ich ver⸗ laſſe nunmehr all; mein lang erträumtes Glück, und das iſt das Ende ſo ſehnſüchtiger, ſo heißer Erwartun⸗ gen.“ Als ich in meines Oheims Zimmer trat, war ich gewiß nicht in der Stimmung, weitere Prüfungen duszuhalten, und doch ſtanden mir deren noch ſchwere bevor. 4 3„Harry, mein Junge, wir bedürfen Ihrer Dienſte ſehr, und da die Zeit drängt, ſo müſſen wir Ihnen die Sache in aller Kürze vortragen. Wie mir Sir Guy ſagt, wiſſen Sie bereits, daß Ihr Vetter Guy
der That ſind meiner Tochter einige Geſchichten über Ihren Vetter zu Ohren gekommen, die ihr ein großes Vorurtheil gegen ihn beigebracht haben, und wir haben Urſache zu glauben, ganz mit Unrecht; denn wir haben
heraus gebracht, daß einige der in Frage ſtehenden
malhonetten Handlungen nicht Guy, ſondern einem Mr. Morewood zur Laſt fallen, der, wie es ſcheint, mehr als einmal ſich für Ihren Vetter ausgegeben hat, und


