Teil eines Werkes 
5. bis 8. Theil (1845)
Entstehung
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Da die Sachen ſich einmal ſo geſtalten ſollen, dachte ich,ſo iſt es weit beſſer, ich komme auf dieſe Art weg und beuge ſomit allen Unannehmlichkeiten bei einem künftigen Zuſammentreffen mit Lady Jane, ſo wie den tauſend Muthmaßungen, die meine plötzliche und unangemeldete Abreiſe erwecken mußte, vor. So ſei es denn, und ich habe nur noch eine einzige Hoff⸗ nung nämlich, daß die Art, wie wir uns geſtern trennten, ſte veranlaſſen wird, nicht zum Frühſtück zu erſcheinen; unter dieſem Selbſtgeſpräch trat ich in's Zimmer, wo die ganze Familie, auch Lady Jane nicht ausgenommen, verſammelt war.

Das iſt doch wahrhaftig zu ärgerlich, Mr. Lor⸗ requer, ſagte Lady Callonby mit ihrem ſüßeſten Lächeln und freundlichſten Weſen,es iſt doch zu arg, daß wir Sie, da Sie kaum erſt angekommen find, ſchon wie⸗ der verlieren ſollen.

Keine geheimen Unterhandlungen da, verſetzte Lord Callonby,mein Freund hier darf ſich nicht durch honig⸗

ſüße Worte und ſanfte Redensarten von der hohen

Straße ablenken laſſen, welche zu Ehren und Auszeich⸗ nungen führt und nun vernehmen Sie Ihre In⸗

ſtruktionen. Hier ging Se. Lordſchaft auf eine ſehr

gründliche Erörterung über die Bedingungen ein, un⸗

ter welchen man ſeinen Beiſtand mit Zuverſicht erwar⸗ ten könne, während Kilkee von Zeit zu Zeit neckende Anſpielungen auf den niedrigen Preis, den er für ſeine Dienſte feſtſetze, dazwiſchen warf und erklärte, eine

Geſandtſchaft für mich müſſe allerwenigſtens in den Ver⸗

trag noch mit aufgenommen werden. Endlich war das Frühſtück vorüber, und Lord Cal⸗

lonby ſagte:Jetzt nehmen Sie Abſchied und kommen

Sie noch einen Augenblick auf Sir Guy's Zimmer, wir haben dort eine kleine Unterhandlung, bei der wir Ih⸗ rer Unterſtützung bedürfen. Ich ſagte alſo Lady Cal⸗

Bekenntniſſe Lorrequers. II. 25