Teil eines Werkes 
5. bis 8. Theil (1845)
Entstehung
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Bei Allem, was Geduld heißt, frage ich, wer könnte das aushalten! Von der Stunde meiner Ankunft an quälte mich immer und ewig dies eine Bild— der Geſchäftsträger. Seinetwegen bin ich beinahe verdammt worden, obdachlos und nackt umherzugehen; und nun find ſelbſt die heiligſten Gefühle meines Herzens ſeinem Einfluſſe unterworfen. Ich ſchritt in einer Art Todes⸗ kampf auf und ab. Noch eine ſolche Enttäuſchung, dachte ich, dann wird mir das Gehirn zerſpringen und man kann auf meinen Grabſtein ſchreiben— ſtarb an Liebe und einem Geſchäftsträger.

„Es iſt Zeit, Ihre Toilette zu machen,“ ſagte der Kellner. 3

„Ich könnte ihn mit meinen eigenen Händen er⸗ würgen,“ murmelte ich, durch die Aufregung meiner Leidenſchaft in fieberhafte Hitze gejagt.

„Der Geſchäfts—

„Sprich dieſen Namen noch einmal, Schurke, ſo ſchlage ich Dir den Schädel ein,“ rief ich, indem ich Anton bei der Kehle packte und an die Wand drückte; „wag' es, ihn nur noch zu murmeln, ſo wirſt Du bald auf immer ausgeſchnauft haben.“

Der arme Kerl wurde grün vor Schreck und fiel vor mir auf die Kniee.

„Geben Sie mir jetzt meine Kleider her,“ ſagte ich in etwas gedämpfterem Tone,„ich wollte Sie nicht erſchrecken— aber merken Sie ſich, was ich Ihnen er⸗ klärt habe.“

Während Anton ſich mit den Vorbereitungen zu meiner Toilette beſchäftigte, ſaß ich brütend neben der glühenden Aſche und ſann über mein Schickſal nach.

Man pochte an die Thüre. Es war ein Schnei⸗ dergefell, der meine Kleider brachte. Er legte den Pack ab und entfernte ſich, während Anton ihn öffnete und eine blaue Uniform mit geſticktem Kragen und dito Auf⸗ ſchlägen hervorzog, das Ganze zwar nicht ſchimmernd,