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töne eines ſchweren Wagens, der endlich vor der Thüre des Gaſthofes auffuhr. Ich weiß nicht wie es kam, aber diesmal konnte ich nicht von der Stelle— mein Herz ſchlug beinahe laut genug, daß ich es ſelbſt hörte — meine Schläfe pochten, dann kam ein kalter klebri⸗ ger Schweiß über mich, und ich ſank in einen Stuhl. Da ich mich wirklich unwohl fühlte und eine Ohnmacht fürchtete, ſo wurde ich ärgerlich über mich ſelbſt und verſuchte es, mich aufzuraffen, konnte aber nicht, und erſt nach einiger Zeit kam ich wieder zu klarem Be⸗ wußtſein, als ich hörte, wie die Wagentritte herabge⸗ laſſen wurden, und daß unmittelbar darauf einige Per⸗ ſonen die Gallerie entlang gegen mein Zimmer her⸗ kamen.
„Sie kommen,“ dachte ich;„ſie kommt. Und nun vernimm Dein Urtheil.“ I
Draußen ſprachen einige Stimmen. Ich horchte, denn ich fühlte mich immer noch unfähig aufzuſtehen; Die Stimmen wurden lauter— Thüren wurden geöff⸗ net und geſchloſſen— dann trat eine Stille ein— hier⸗ auf wurden wieder Thüren zugeworfen und wieder ge⸗ ſprochen— dann war wieder Alles ſtill, und endlich hörte ich die Tritte von Perſonen, die ſich zu entfernen ſchienen; wenige Minuten darauf wurde der Wagen⸗ ſchlag geſchloſſen, und auf's Neue erſcholl ſchweres Roſſe⸗ geſtampfe auf dem Pflaſter. In dieſem Augenblick trat Anton ein.
„Nun, Anton,“ ſagte ich mit einer vor Schwäche und Aufregung zitternden Stimme,„find ſie's jetzt?“
„Es war Se. Gnaden der Oberhofmarſchall,“ er⸗ wiederte Anton, über der Bedeutſamkeit des erlauchten Gaſtes meine Frage kaum beachtend.
„So, der Oberhofmarſchall,“ ſagte ich gleichgültig; „wohnt er hier?“
„Sapperment, nein, mein Herr; aber er hat Sr. Excellenz dem neuen Geſchäftsträger die Aufwartung gemacht.“


