Teil eines Werkes 
5. bis 8. Theil (1845)
Entstehung
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Kirchen, die alles Eindrucks ermangelten. Gelangweilt kehrte ich nach meinem Gaſthof zurück und war ſehr be⸗ gierig zu erfahren, ob Anion wirklich ſo glücklich ge⸗ weſen ſei, mir das Zimmer zu verſchaffen, oder ob ich dennoch genöthigt ſein werde, ein anderes Quartier zu ſuchen. Kaum hatte ich die Vorhalle betreten, als ich ihn mit einer Kerze in der Hand auf mich wart end antraf. Er führte mich ſogleich die breite Eichentreppe hinan, dann die Gallerie entlang in ein großes ge⸗ täfeltes Zimmer mit einem äußerſt geräumigen Beit. Ein Auſtiges Holzfeuer brannte und praſſelte im Kamin — der Tiſch war bereits für das Abendeſſen gedeaͤt— (man bedenke wohl, daß es in Deutſchland war)— die Zeitungen vom heutigen Tag wurden vor mich hin⸗ gelegt— und mit einem Wort, alle Arten von Auf⸗ meriſamleiten bewieſen mir, daß ich den wahren Schlüſ⸗ ſel zu Antons Gunſt und Gewogenheit gefunden hatte, denn er ſtand jetzt in augenſcheinlicher Verzückung über ſeine Pfiffigkeit vor mir und machte einen Bückling um den andern.

„Sie haben Alles gut gemacht, Anton, und nun ein Abendeſſen— beſtellen Sie ſelbſt für mich— ich kann mich in einer deutſchen Speiſekarte nicht zurecht finden— und ſorgen Sie dafür, daß der Fiaker gewiß um neun kommt— Schlag neun.“

Anton entfernte ſich und überlies mich meinen ei⸗ genen Betrachtungen, die jetzt, wente auch nicht trüber, doch ängſtlicher Art zu werden anfingen.

Kaum war das Eſſen aufgetragen, als ein furcht⸗

Vorhalle hindurch, bei welchem Rennlauf ich mehrere Kellner auf die Seite ſtieß und verſchieden Zimmer⸗

bares Roßgeſtampfe über die Straße hin und lautes Peitſchengeinalle einen neuen Gaſt ankündigte.

„Das find ſie,“ ſagte ich, indem ich aufſpringend die Suppe umſtieß und Anton den Braten beinahe in's Geſicht warf, den er eben vor mir aufſtellte. Sofort rannte ich die Treppe hinab und durch die