Teil eines Werkes 
5. bis 8. Theil (1845)
Entstehung
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Anzahl herzlicher Verwünſchungen geſchützt haben, hätte nicht Monſieur Sanetz die Diplomatie vor einem ſol⸗ chen Unglück bewahrt, durch die Erklärung, daß er, wenn ich mich mit einem einfachen Civilrock begnügen wofle, ſich alle Mühe geben werde, mich damit zu ver⸗ ehen.— 3

„Es iſt mir Alles recht, Monſieur Schnetz, kleiden Sie mich wie den päbſtlichen Nuntius oder wie den Lordmayor von London, wenn Sie wollen, nur ſetzen Sie mich in Stand, auf den Ball zu gehen.“

Obſchon meine Antwort dem Künſtler keinen über⸗ trieben hohen Begriff von meinem Geſchmack in Sachen des Coſtüms beizubringen ſchien, ſo bewies ſie ihm doch, wie viel mir daran gelegen war; er nahm daher ſchnell mein Maaß, verſicherte mich, daß das Kleid eben ſo hübſch als anſtändig ausfallen ſolle, und fügte hinzu:„Um neun Uhr, Sir, ſollen Sie es haben— ganz dieſelbe Figur, wie Seine Excellenz, der Herr Geſchäftsträger.“

„Hol' der Teufel den Geſchäftsträger,“ murmelte ich und verließ das Haus. 4

Dreiunddreißigſtes Kapitel. Ein Gaſthof in München.

Da ich früher nie in München geweſen war, ſo ſchlenderte ich in der Stadt herum, bis es zu dämmern anfing. Um dieſe Zeit hatte der Geſchmack des jetzt lebenden Königs die Hauptſtadt noch nicht mit den zahl⸗ loſen Kunſtgegenſtänden bereichert, kraft deren ſie nun⸗ mehr keiner andern in Europa nachſteht. Es war da⸗ mals wirklich nicht ſehr viel Schönes zu ſehen— enge Straßen, hohe, unarchitektoniſche Häuſer und düſtere

Bekenntniſſe Lorrequers. 1I. 3 23 n

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