Teil eines Werkes 
5. bis 8. Theil (1845)
Entstehung
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Mit einem kräftigen Stoß machte ich den Schlag auffahren, warf bei dieſer Gelegenheit den armen Po⸗ ſtillon, der ſeine Operationen an demſelben aufs Neue begonnen hatte, über den Haufen und ſchritt ſchäumend vor Aerger nach dem Speiſeſaal. Nichts vermag eine plötzliche Gährung ſchneller zu dämpfen, als die fried⸗ lichen und unbekümmerten Geſichter einer Anzahl Leute, die Dich ſelbſt, ſo wie Deine augenblicklichen Gründe zum Aerger nicht kennen, und Dich daher blos als einen Tollhäusler anzuſehen ſcheinen. Ich empfand dieß ſtark, als ich mit feuerrothem Geſichte und juckenden Fingern in den Saal trat.

„Nehmen Sie mein Gepäck,“ ſagte ich zu einem gaffenden Kellner,„und ſtellen Sie mir einen Stuhl hieher, hören Sie's.“

Vermuthlich lag in meinen Blicken etwas, das nicht viel Federleſens von meiner Seite zu verheißen ſchien, denn der Burſche machte mir ſogleich Platz an der Tafel und verließ, ohne ein Wort zu ſagen, das Zimmer, als ob er den andern Theil meines Befehls vollziehen wollte. Als ich meine Serviette zurecht legte, raffte ich alle meine Geiſteskräfte und all' mein Deutſch beſt möglich zuſammen, um einem Angriff des Wirthes zu begegnen, der, wie ich aus ſeinem erſten Benehmen ſchloß, nunmehr erfolgen mußte; aber zu meiner gro⸗ ßen Ueberraſchung ſandte er mir meine Suppe, und die Mahlzeit ging ohne alle Unterbrechung von Statten. Als der Nachtiſch erſchien, winkte ich den Kellner zu mir her und fragte ihn, was ich von dem ſeltſamen Empfange des Wirthes zu denken habe. Er zuckte die Achfeln und zog ſeine Augenbrauen hinauf, als wollte er ſagen: Es iſt ſeine Art ſo.

„Nun gut, immerhin,“ ſagte ich,„haben Sie mein Gepäck hinauf geſchickt?“

„Nein, Sir, wir haben keine Zimmer mehr, das

Haus iſt beſetzt.“. „Das Haus beſetzt! Zum Teufel, das iſt zu är⸗