Teil eines Werkes 
5. bis 8. Theil (1845)
Entstehung
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der halb auf die See zurückwünſcheſt, und wäre es nur um einen Augenblick des Friedens oder Ruhe zu er⸗ halten. 3

Eine Menge Menſchen, von denen man bisher nichts geſehen hat, drängen ſich jetzt auf dem Verdeck. Blaß, gelb, eingeſchrumpft, haben ſie all eden ſeekran⸗ ken Blick und die abgezehrte Wange des ächten Mar⸗ tyrers, alle bis auf einen ſtämmigen, ſchwärzlichbrau⸗ nen Vierziger von eiſenfeſter Geſtalt und mit einer Stimme, wie die vierte Saite eines Violoncello. Du wunderſt Dich, warum er ſich in ſein Bett gelegt hatte: ſo erfahre denn, daß er Sr. Maj. Kurier bei dem Miniſterium der auswärtigen Angelegenheiten iſt, daß er mit Depeſchen nach Conſtantinopel abgeht und ſich, da er für die nächſten vierzehn Tage in kein Bett zu kommen erwarten darf, auch mit der ſchwachen Aehn⸗ lichkeit eines ſolchen begnügt, wie er es in der Hän⸗ gematte eines Dampfſchiffes findet. Endlich biſt du am Ufer und ziehſt inmitten einer langen Reihe, die einem Haufen überwieſener Verbrecher gleicht, nach dem Zoll⸗ bureau, allwo eine Unterſuchung des Gepäckes beginnt, die vermöge ihrer kleinlichen Genauigkeit die zu einem Aufenthalt im Schweizerlande beſtimmten drei Monate wegzunehmen verheißt⸗ Nach Verfluß von einer Stunde machſt du die Entdeckung, daß der soi-disant Com⸗ miſſionär Alles um ein Paar wenige Franken beſorgen will, und nach einem höchſt verdrießlichen Warten in einem filzigen Zimmer, wo du herumgeſtoßen, mit den Ellenbogen bearbeitet und von Bauernlümmeln in Holz⸗ ſchuhen auf die Zehen getreten worden biſt, verfügſt du dich in dein Wirthshaus und fängſt an zu empfinden, daß du nicht in England biſt.

Unſere kleine Geſellſchaft hatte von dem hier auf⸗ gezählten Elend nur wenig auszuſtehen. Mein savoir faire, in aller Beſcheidenheit ſei es geſagt, iſt lange in der Kunſt und Geſchicklichkeit zu reiſen geſchult wor⸗

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Bekenntniſſé Lorrequers. I.