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nen Vierziger Wlittwen mit einer nie verſiegenden Flut lebhafter, beinahe ungeſtümer Munterkeit— einem vor⸗ trefflichen Temperament, guter Geſundheit— und einer wohlgeſpickten Börſe. Das Leben war ihr ein Spiel, bei welchem ſich mit Vergnügen ſpekuliren ließ. War, wie ſie glaubte, die Geſellſchaft anſtändig, und kannte ſie ihre Trümpfe, ſo machte ſie ſich um das Ergebniß wenig Sorgen. Sie liebte Kingstown, einen Robber Whiſt— ſie liebte das Militär— ſie liebte die jün⸗ gern Advokaten, von denen ſie ziemlich viele kannte— ſie hatte ein wohlausgerüſtetes Haus in Kildareſtreet— und einen wohlgepolſterten Kirchſtuhl in der St. Annen⸗ kirche— ſie war im Schloſſe gern geſehen— und Dr. Labatt kannte ihre Conſtitution. Warum ſie mit all' dieſen Vortheilen auf den Einfall gerathen konnte, das glückliche Thal ihrer Geburtsſtadt zu verlaſſen, iſt etwas ſchwer zu errathen. Waren vielleicht Heirathsgedanken, wozu der Continent immer mehr Ausſichten bietet, in das Herz der ſchönen Wittwe eingezogen? hatte etwa die ver⸗ änderte Lage, in welche die Politik einen großen Theil der Stadt Dublin verſetzt, dieſen Meinungswechſel her⸗ voorgebracht? Oder war es vielleicht die unbeſchreibliche Sehnſucht nach dem unbekannten Etwas, wovon wir in der pathetiſchen Geſchichte der ſchönen Lady leſen, die, ich glaube, von Petrarch gefeiert worden iſt? ich führe jedoch die Stelle aus dem Gedächtniſſe an:
„Mrs. Gill iſt ſchrecklich unpaß, Keine Kur vermag zu nützen, Als zu watſcheln durch den Louvre Und in den Tuilerien zu ſitzen.“
Keiner von dieſen, obſchon meines Dafürhaltens an und für ſich ſelbſt guten und triftigen Gründen, ge⸗ hörte im gegenwärtigen Fall zu den bewegenden Trieb⸗ federn; die einzige und allein genügende war, daß Mrs. Bingham eine Tochter hatte. Nun war Miß Bingham gleichfals Dublin— aber Dublin in einer ſpätern


