Teil eines Werkes 
5. bis 8. Theil (1845)
Entstehung
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um nicht bei jedem Schritte zu fallen. Ich war eben im Begriff den Verwalter zu rufen, als ich die Stim⸗ men auf dem Verdeck wieder hörte.

„Sie haben diesmal nur wenige Paſſagiere?“

„Ich glaube nur Sie und einen Kapitän Lorrequer, der, beiläufig geſagt, dieſe ganze ſchöne Küſte verſchläft, was gewiß recht Schade iſt.“

Er ſoll das nicht länger thun, dachte ich, denn da ich höre, daß keine andern Paſſagiere da find, ſo will ich meine Toilette auf dem Schiff machen und auch die Ausſicht ein wenig genießen. Mit dieſem Entſchluß ſtieg ich langſam und vorſichtig die Leiter hinauf und ſchritt auf das Verdeck hinaus; kaum aber hatte ich dies gethan, als ein ſchallendes Gelächter mich plötzlich veranlaßte, meinen Kopf nach dem Hintertheil des Schif⸗ fes zu drehen, und dort erblickte ich zu meinem grau⸗ ſenden Entſetzen Tom O' Flaherty zwiſchen zwei Ladies fitzend, deren höchſt lärmende Luſtigkeit, wie ich bald bemerkte, auf meine Koſten ſich breit machte.

Die ganze Geſellſchaft von der vorigen Nacht war gleichfalls da, und als ich mich von ihren grinſenden Geſich⸗ tern hinweg gegen das Land zuwandte, ſah ich zu meiner Beſchämung und Verwirrung, daß wir immer noch ruhig neben dem Damm von Howth lagen, während unaufhörlich Reiſewägen vor dem Landunzsplatz auffuhren und Schach⸗ teln, Koffer und Mantelſäcke in Maſſe ſich auf das Schiff hereinergoßen. Ich ſtand gänzlich rathlos und verdutzt da— Beſchämung über mein lächerliches Koſtüm würde mich zu jeder andern Zeit in jähe Flucht getrieben ha⸗ ben— aber jetzt blieb ich da und ließ mich geduldig auslachen, ließ mich von dieſem garſtigen O'Flaherty vorwärtsführen und ſeinen Freundinnen vorſtellen mit den Worten—„Mrs. Bingham, Mr. Lorrequer; Mr. Lorrequer, Miß Bingham. Faſſen Sie kein Vorurtheil gegen ihn, meine Ladies, denn wenn er nicht verliebt und dabei ſauber angekleidet iſt, dann iſt er ein ganz exzellenter junger Gentleman; und was—