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wie wundervoll die würdigen Dubliner ſich für all die Ehren geeignet machten, die ihrer warteten; Blu⸗ menkränze, Transparente, Fahnen und andere Infignien der Fröhlichkeit wurden allenthalben in Bereitſchaft ge⸗ ſetzt, und am Ende der Sackville⸗ſtreet erbaute man eine bedeutende Erhöhung, die große Aehnlichkeit mit einem improviſirten Galgen und, wie ich nachher er⸗ ſuhr, die Beſtimmung hatte, den hochverehrten Lord⸗ mayor in den Stand zu ſetzen, dem Königthum die Thore der Stadt zu öffnen; man erſchuf ſich alſo ein Hinderniß, wo keines vorhanden war, ein höchſt ſinn⸗ reicher Einfall und obendrein merkwürdig iriſch. Ich konnte mich des Wunſches nicht erwehren, mit eigenen Augen zu ſehen, wie die Sache ablaufen werde, ent⸗ ſagte aber dennoch bei meiner ängſtlichen Begierde, ſo ſchnell als möglich auf den Continent zu gelangen, ſogleich jedem Gedanken an ein längeres Verweilen. Als ich in das Kaffeezimmer meines Hotels zurückkam, fand ich es übermäßig vollgedrängt; an jedem Tiſch⸗ chen, das urſprünglich für einen einzigen Gaſt beſtimmt war, ſaßen wenigſtens zwei, ſogar drei Perſonen. Während ich einen flüchtigen Blick durchs Zimmer warf, um mir ein Plätzchen zu ſuchen, fiel mir ein ſtämmiger, alter Gentleman mit rothem Backenbart und hoher, kahler Stirne in die Augen; er hatte trotz der erdrückenden Schwüle des Tages drei Weſten an und legte durch die braune Yorker Lohe ſeiner langge⸗ ſpitzten Stiefel eine höchſt durchgreifende Verachtung, ſowohl gegen Wetter als gegen Faſhion an den Tag; in dem lebhaften Glanze ſeines grauen Auges las ich, daß er halb zweifelnd der Erzählung ſeines Neben⸗ ſitzers lauſchte, der ſeinen Rücken mir zugekehrt hatte und nach den Worten zu ſchließen, die gelegentlich zu mir drangen, eine etwas wunderbare melodramatiſche Deutung der zu erwartenden Vergnügungen der Haupt⸗ ſtadt preiszugeben ſchien. Es lag in der Stimme des Sprechers etwas, das ich zu erkennen glaubte; ich


