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Zeit zu Zeit von meiner Wirthin über die Gegend und
ihre Bewohner diejenigen Einzelheiten, die ich zu er⸗ fahren wünſchte; und unter andern Dingen erzählte ſie mir von dem großen Gutsbeſitzer ſelbſt, von Lord Col⸗ lonby, der täglich auf ſeinem Sitze, einige Meilen von Kilrush, erwartet werde; dabei bemerkte ſie aber ſo⸗ gleich, ich habe durchaus nicht nöthig, ſo vergnügt darein zu blicken und meinen Bart zu locken; dieſe Leute werden ſich nie die Mühe nehmen, auch nur nach mei⸗
nem Namen zu fragen. Obſchon dies weder höflich,
noch für mich ſonderlich ſchmeichelhaft war, ſo kam es doch auf daſſelbe heraus, was mir einige Kameraden erzählt hatten, welche dieſe Gegend kannten und mich verſicherten, der Earl von Collonby nehme, obſchon er ſeine iriſchen Beſitzungen nur alle drei oder vier Jahre einmal beſuche, niemals die mindeſte Notiz vom Mi⸗ litär in ſeiner Nachbarſchaft; auch gebe er ſich mit dem Landadel ganz und gar nicht ab, ſondern beſchränke ſich auf ſeine eigene Familie oder die Gäſte, die ihn ge⸗ wöhnlich aus England begleiteten und die wenigen Wochen, die er ſich ſelbſt hier aufhalte, bei ihm blie⸗
ben. Der Eindruck, den ich von Sr. Lordſchaft erhielt, war ſomit nicht geeignet, mich durch Ausſichten auf
Erheiterungen meiner Einſamkeit aufzurichten.
Die Familie des Earl beſtand aus Ihrer Herrlich⸗ keit, einem einzigen demnächſt mündigen Sohne und zwei Töchtern; die älteſte, Lady Jane, galt für aus⸗ nehmend ſchön, und ich erinnere mich, als ſie im vori⸗ gen Jahre nach London kam, nichts Anderes gehört zu haben, als Lobpreiſungen auf die Grazie und Eleganz ihres Benehmens, ſo wie auf die ſchlechtweg klaſſiſche Schönheit ihres Geſichtes und ihrer Figur. Die zweite Tochter war um einige Jahre jünger und, wie man ſagte, gleichfalls ſehr hübſch; doch war ſie bis jetzt noch nicht in die Geſellſchaft gekommen. Von dem Sohne, Lord Kilkee, hatte ich bloß gehört, daß er in Oxford ein ſehr munterer Burſche und allgemein beliebt gewe⸗


