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waren mit ſalbendenen Pantoffeln geſchmückt, über welche die Bedeckung ihrer Knöchel herabhing, ſo daß der Zuſchauer ſich auf's Deutlichſte überzeugen konnte, wie ſehr die darauf ruhende Laſt mit den ſie tragen⸗ den Stützen im Mißverhältniß ſtand; ich erinnere mich noch recht wohl meines erſten Eindruckes, als ich dieſe Füße und Knöchel auf einem Strohſchemel ruhen ſah, während ſie ihren Nachmittagsſchlaf machte: ich dachte damals bei mir ſelbſt, ob wohl Elephanten auch vom Podagra zu leiden haben. Es gibt wenig Geſichter auf der Welt, welche man nicht unter eine wohlbekannte Fahne reihen kann, wenn man einen Begriff von ihnen zu geben wünſcht; man hört nichts gewöhnlicher, als Vergleichun⸗ gen mit Vulkan, Venus, Nikodemus und ähnlichen Na⸗ men; aber im gegenwärtigen Fall befinde ich mich in der größten Verlegenheit um irgend ein Ding, das der würdigen Mrs. Healy gliche, es müßte denn nur das ur⸗ alte, ſauertöpfiſche Antlitz ſein, das man in frühern Zeiten — jetzt macht man ſie nicht mehr— auf den eiſernen Thürklopfern zu ſehen pflegte, nur mit dem einzigen Unterſchied, daß Mrs. Healy keinen Ring durch die Naſe hatte; ich fühle mich beinahe verſucht, hiezu zu bemer⸗ ken: und das iſt Schade.
So viel über ihre fleiſchliche Erſcheinung; ich wünſchte nur, ſagen zu können, daß ihre geiſtige um ſo bezaubernder geweſen ſei: aber ach die Wahrheit, von welcher ich in dieſen meinen Bekenntniſſen keinen Fingerbreit abweichen mag, zwingt mich, das Gegen⸗ theil zu erklären. Die meiſten Leute auf dieſer erbärm⸗ lichen Welt haben irgend einen überwiegenden, vor⸗ herrſchenden Charakterzug, welcher gewöhnlich allen ihren Gedanken und Handlungen den Ton und die Farbe gibt und das bildet, was wir Temperament
nennen; dieſes nun ſehen wir bald mehr, bald weniger
ſtark auf ſie einwirken, ſelten jedoch iſt dieſe große Triebfeder der Handlung ohne ihre Augenblicke der Ruhe. Nicht ſo bei derjenigen, von welcher ich ſo eben


