Teil eines Werkes 
1. bis 4. Theil (1845)
Entstehung
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einem Geſicht voll der größten Gravität und ſtolzen Selbſtaefühls ſagte ich: 3

„Gut, Adjutant, der Oberſt hat Recht; es war kein Verſehen. Sie wiſſen, daß ich ihm geſtern Theater⸗ billete zuſandte. Er hat ſie zurückgeſchickt, und dies ärgerte mich bios aus einem einzigen Grunde, weil ich mit dem Alderman Gullable gewettet habe, daß der Oberſt mich als Othello ſehen ſolle. Was war alſo zu thun? Sie ſehen ſeldſt ein, daß mir nur ein einziges Mittel übrig blieb. Ich habe es ergriffen, alter Knabe und habe meine Wette gewonnen.“

„Und haben vermuthlich gegen ein Duzend Flaſchen Champagner Ihre Stelle verloren,“ ſagte der Adjutant.

„Glauben Sie das nicht, mein lieber Junge; ich werde mich aus dieſer Klemme zu ziehen wiſſen, wie ich mich ſchon aus mancher andern gezogen habe.“

„Was gedenken Sie denn jetzt zu thun?“

„Nun, das verſteht ſich von ſelbſt,“ ſagte ich,„daß ich dem Oberſten ſogleich meine Aufwartung mache. Ich erkläre ihm, es ſei ein bloßes Verſehen, eine Un⸗ achtſamkeit meines Bedienten geweſen— ich überant⸗ worte Stubbes den ſtrafenden Mächten(hier kratzte ſich der arme Burſche ein wenig hinter dem Ohr) und ſchließe meinen Frieden, ſo gut ich kann. Aber, Ad⸗ jutant, vergeſſen Sie ja nicht, allen unſern Kameraden den wahren Sachverhalt mitzutheilen und ihnen zu ſagen, daß ſie ihn ſo öffentlich machen können, als ſie nur wollen.“

„Seien Sie hierüber unbeſorgt,“ verſetzte er, in⸗ dem er noch lachend das Zimmer verließ,„ſie ſollen Alle die Wahrheit erfahren; aber ich wünſche von gan⸗ zem Herzen, daß die Sache ein gutes Eade nimmt.“

Ich verlor jetzt keine Zeit mit meiner Totlette und begab mich in's Quartier des Oberſten. Es macht mir kein ſonderliches Vergnügen, dieſe Abſchnitte meines Lebens aufzuzeichnen, in welchen ich die Schnödigkeit des ſtolzen Mannes zu ertragen hatte. Deßhalb will