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Gleich viel! gleich viel! Ich werd' euch weder jetzt Noch jemals ſonſt in meinem ganzen Leben
Darum befragen. Sei, wie's ſei!
Nathan. Ihr wähnt Wohl gar, daß mir die Wahrheit zu verbergen Sehr nöthig.
Tempelherr. Sei, wie's ſei!
Nathan. Ich hab' es ja Euch,— oder wem es ſonſt zu wiſſen ziemt,— Noch nicht geläugnet, daß ſie eine Chriſtin,
Und nichts als meine Pflegetochter iſt.— Warum ich's aber ihr noch nicht entdeckt? Darüber brauch' ich nur bei ihr mich zu Entſchuldigen. 3
Tempelb. Das ſollt Ihr auch bei ihr 3 Nicht brauchen.— Gönnt's ihr doch, daß ſie Euch nie Mit andern Augen darf betrachten! Spart
Ihr die Entdeckung doch!— Noch habt Ihr ja, Ihr ganz allein, mit ihr zu ſchalten. Gebt
Sie mir! Ich bitt' Euch, Nathan: gebt ſie mir! Ich bin's allein, der ſie zum zweiten Male
Euch retten kann,— und will.
Nathan. Ja,— konnte! konnte! Nun auch nicht mehr. Es iſt damit zu ſpät. Tempelh. 1 Wie ſo? Zu ſpät?
Nath. Dank ſei dem Patriarchen...
Temp. Dem Patriarchen? Dank? ihm Dank? wofür? Dank hätte der bei uns verdienen wollen? Wofür? wofür?
Nathan. Daß wir nun wiſſen, wem


