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Ich bin des Laienbruders Tempelherr,
Der Euch verklagt ſoll haben, allerdings.
Ihr wißt ja, was mich wurmiſch machte! was Mein Blut in allen Adern ſieden machte! Ich Gauch!— ich kam, ſo ganz mit Leib und Seel'’ Euch in die Arme mich zu werfen. Wie
Ihr mich empfingt, wie kalt, wie lau,— denn lau Iſt ſchlimmer noch als kalt, wie abgemeſſen Niir auszubeugen Ihr beſliſſen war't; Mit welchen aus der Luft gegriffnen Fragen
Ihr Antwort mir zu geben ſcheinen wollet:
Das darf ich kaum mir jetzt noch denken, wenn
Ich ſoll gelaſſen bleiben.— Hört mich, Nathan! In dieſer Gährung ſchlich mir Daja nach,
Und warf mir ihr Geheimniß an den Kopf,
Das mir den Aufſchluß Eures räthſelhaften Betragens zu enthalten ſchien.
N Wie das?
ath.
Tempelh. Hört mich nur aus Ich bildete mir ein: Ihr wollet, was Ihr ein Mal nun den Chriſten So abgejagt, an einen Chriſten wieder Nicht gern verlieren. Und ſo fiel mir ein,
Euch kurz und gut das Meſſer an die Kehle Zu ſetzen.
Nath. Kurz und gut? und gut? Wo ſteckt Das Gute?
Tempelh. Hört mich, Nathan!— Allerdings; Ich that nicht recht! Ihr ſeid wohl gar nicht ſchuldig. Die Närrin Daja weiß nicht, was ſie ſpricht; 4 Iſt Euch gehäſſig, ſucht Euch nur damſt In einen böſen Handel zu verwickeln.
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