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Nathan(betroffen.) 1 Wie?
Kloſterb. Hört mich nur aus!— Indem
Er mir nun aufträgt, dieſem Juden ſtracks
Wo möglich, auf die Spur zu kommen, und*
Gewaltig ſich ob eines ſolchen Frevels
Erzürnt, der ihm die wahre Sünde wider
Den heil'gen Geiſt bedünkt;— das iſt, die Sünde,
Die aller Sünden größte Sünd' uns gilt
Nur daß wir, Gott ſei Dank, ſo recht nicht wiſſen,
Worin ſie eigentlich beſteht!— da wacht
Mit ein Mal mein Gewiſſen auf und mir
Fällt bei, ich könnte ſelber wohl vor Zeiten
Zu dieſer unverzeihlich⸗großen Sünde
Gelegenheit gegeben haben.— Sagt:
Hat Euch ein Reitknecht nicht vor achtzehn Jahren
Ein Töchterchen gebracht von wenig Wochen? Nath. Wie das?— Nun freilich— allerdings. Kloſterb. Ei, ſeht
Mich doch recht an! Der Reitknecht, der bin ich. Nath. Seid Ihr?— Kloſterb. Der Herr, von welchem ich's Euch
rachte,
War,— iſt mir recht,— ein Herr von Filneck.— Wolf Von Filneck!
Nath. Richtig!
Kloſterb. Weil die Mutter kurz Vorher geſtorben war, und ſich der Vater Nach,— mein' ich,— Gazza plötzlich werfen mußte, Wohin das Würmchen ihm nicht folgen konnte: So ſandt' er's Euch. Und traf ich Ench damit Nicht in Darun?


