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Nath. Ganz recht!
Kloſterb. Es wär' kein Wunder, 3 Wenn mein Gedächtniß mich betrög'. Ich habe— Der braven Herr'n ſo viel gehabt, und dieſem Hab' ich nur gar zu kurze Zeit gedient.
Er blieb bald drauf bei Askalon, und war Wohl ſonſt ein lieber Herr.
Nathan. Ja wohl! ja wohl! Dem ich ſo viel, ſo viel zu danken habe!
Der mehr als ein Mal mich dem Schwert entriſſen!
Kloſtb. O ſchön! ſo werd't Ihr ſeines Töchterchens Euch um ſo lieber angenommen haben.
Nath. Das könnt Ihr denken.
Kloſterb. Nun, wo iſt es denn?
Es iſt doch wohl nicht etwa gar geſtorben?— Laßts lieber nicht geſtorben ſein!— Wenn ſonſt Nur Niemand um die Sache weiß, ſo hat
Es gute Wege
Nath. Hat es?
Kloſterb. Traut mir, Nathan!
Denn ſeht, ich denke ſo: Wenn an das Gute, Das ich zu thun vermeine, gar zu nah
Was gar zu Schlimmes grenzt: ſo thu' ich lieber Das Gute nicht; weil wir das Schlimme zwar So ziemlich zuverläſſig kennen, aber
Bei weitem nicht das Gute. War ja wohl Natürlich; wenn das Chriſtentöchterchen Recht gut von Euch erzogen werden ſollte: Daß Ihr's als Euer eigen Töchterchen
Erzögt. Das hättet Ihr mit aller Lieb'
Und Treue nun gethan, und müßtet ſo


