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Lessing's Emilia Galotti : ein Trauerspiel in fünf Aufzügen
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Nath. Nun, ſo laß ihn kommen; Und geh' indeß.

Siebenter Auftritt. Nathan. Der Kloſterbruder.

Nath.(Ich bliebe Rechas Vater Doch gar zu gern! Zwar kann ich's denn nicht bleiben, Auch wenn ich aufhör' es zu heißen?— Ihr, Ihr ſelbſt werd' ich's doch immer auch noch heißen, Wenn ſie erkennt, wie gern ich's wäre.)— Geh!— Was iſt zu Euren Dienſten, frommer Bruder? Kloſtb. Nicht eben viel! Ich freue mich, Herr Nathan, Euch annoch wohl zu ſehn. Rathan. So kennt Ihr mich? Kloſtb. Je nun, wer kennt Euch nicht? Ihr habt ſo Manchem Ja Euren Namen in die Hand gedrückt. 1 Er ſteht in meiner auch, ſeit vielen Jahren. Nath an(nach ſeinem Beutel langend.] Kommt, Bruder, kommt; ich friſch' ihn auf Kloſterb.. Habt Dank! Ich würd' es Aermern ſtehlen; nehme nichts.— Wenn Ihr mir nur erlauben wollt, ein wenig Euch meinen Namen aufzufriſchen. Denn Ich kann mich rühmen, auch in Eure Hand Etwas gelegt zu haben, was nicht zu Verachten war. 5 Nath. Verzeibt!— Ich ſchäme mich. Sagt, was?— und nehmt zur Buße ſiebenfach Den Werth deſſelben von mir an.