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Lessing's Emilia Galotti : ein Trauerspiel in fünf Aufzügen
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So hat doch ein Mal Enre Sünde, die Ich länger nicht verſchweigen kann, ein Ende. So kömmt das Mädchen wieder unter Chriſten: Wird wieder, was ſie iſt; iſt wieder, was. Sie war: und Ihr, Ihr habt mit all dem Guten, Das wir Euch nicht genug verdanken können, Nicht Feuerkohlen bloß auf Euer Haupt Geſammelt. 5

Nath. Doch die alte Leyer wieder, Mit einer neuen Saite nur bezogen, Die, fürcht' ich, weder ſtimmt noch hält.

Daja. Wie ſo?

Nath. Mir wär' der Tempelherr ſchon recht. Ihm — gönnt'

Ich Recha mehr als Einem in der Welt. Allein. Nun, habe nur Geduld!.

Daja. Geduld?

Geduld iſt Eure alte Leyer nun Wohl nicht?

Nath. Nur wenig Tage noch Geduld!... Sieh doch! Wer kömmt denn dort? Ein Kloſterbruder? Geh, frag' ihn, was er will.

Daja. Was wird er wollen? 5(Sie geht auf ihn zu und fragt.)

Nath. So gieb! und eh' er bittet.(Wüßt' ich nur Dem Tempelherrn erſt beizukommen, ohne Die Urſach' meiner Neugier ihm zu ſagen!

Denn wenn ich ſie ihm ſag', und der Verdacht

Iſt ohne Grund; ſo hab' ich ganz umſonſt

Den Vater auf das Spiel geſetzt.)— Was iſt? Daja. Er will Euch ſprechen.