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Lessing's Emilia Galotti : ein Trauerspiel in fünf Aufzügen
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zuſammen bringen, was für einander geſchaffen war. Hier nur konnte der Graf Emilien finden; und fand ſie.

O d. Das räum' ich ein. Aber, gute Claudia, hatteſt Du darum Recht, weil Dir der Ausgang Recht giebt? Gut, daß es mit dieſer Stadtenehund ſo abgelaufen. Laß uns nicht weiſe ſein wollen, wo wir nichts, als glüͤcklich geweſen. Gut! daß es ſo damit abgelaufen. Nun haben ſie ſich gefunden, die

für einander beſtimmt waren: nuin laß ſie ziehen,

wohin Unſchuld und Ruhe ſie rufen. Was ſollte der Graf hier? Sich bücken, ſchmeicheln und kriechen, und die Marinellis auszuſtechen ſuchen? um endlich ein Glück zu machen, deſſen er nicht bedarf? um end⸗ lich einer Ehre gewürdigt zu werden, die für ihn keine wäre? Pirro! Pirro. Hier bin ich..

Od. Geh und führe mein Pferd vor das Haus des Grafen. Ich komme nach, und will mich da wieder aufſetzen.(Pirro geht ab.) Warum ſoll der Graf hier dienen, wenn er dort ſelbſt befehlen kann? Dazu bedenkeſt Du nicht, Claudia, daß durch unſer Tochter er es vollends mit dem Prinzen verdirbt. Der Prinz haßt mich

Elaud. Vielleicht weniger, als du beſorgeſt.

Od. Beſorgeſt! Ich beſorg' auch ſo was.

Claud. Denn hab ich Dir ſchon geſagt, daß der Prinz unſere Tochter geſehen hat?

Od. Der Prinz? Und wo das?

Claud. In der letzten Vegghia, bei dem Kanz⸗ ler Grimaldi, die er mit feiner Gegenwart beehrte. Er bezeigte ſich gegen ſie ſo gnädig

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