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ſelten die Dürſtigkeit herrſchet. Aber ſo neunen Sie mir ſie doch, der er dieſes ſo große Opfer bringt. 1 vein Es iſt eine gewiſſe Emilia Galotti.
Pri Wie, Marinelli? Eine gewiſſe— Mar. Emilia Galotti. Prinz. Emilia Galotti? Nimmermehr? Mar. Zuverläſſig, gnädiger Herr. Prinz. Nein, ſag ich; das iſt nicht, das kann nicht ſein. Sie irren ſich in dem Namen. Das Ge⸗ ſchlecht der Galotti iſt groß. Eine Galotti kann es ſein: aber nicht Emilia Galottiz nicht Emilia! Mar. Emilia— Emilia Galotti! Prinz. So giebt es noch eine, die beide Namen führt. Sie ſagten ohnedem, eine gewiſſe Emilia Ga⸗ lotti eine— gewiſſe. Von der erſten könnte nur ein Narr ſo ſpreche Mar. Sie ſind außer ſich, gnädiger Herr. Ken- nen Sie denn dieſe Emilia? 2 Prinz. Ich habe zu fragen, Marinelli, nicht Er. Emilia Galotti? Die Tochter des Oberſten Ga- lotti? bei Sabionetta? Mar. Eben die. Prinz. Die hier in Guaſtalla mit ihrer Mutter wohnet? M ar. Eben die. Prinz. Unfern der Kirche Allerheiligenn Mar. Eben die.
Prinz. Mit einem Worte—(indem er nach dem
Portratte ſpringt, und es dem Marinelli in die Hand
giebt). Da! Dieſe? Emilia Galotti? Sprich Dein


