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chen mit ſeiner niedrigen Dornhecke, mit der viel be⸗ liebten Laube, bluͤhend wie es mir am erſten Abend meiner Ankunft mit Ferdinand entgegenlachte, lag auch jetzt wieder vor uns, aber ein weißer Leichen⸗ ſtein, deſſen Marmor im Scheine der Abendſonne faſt roſenroth zu uns heruͤberſchimmerte, hob ſich jetzt ne⸗ ben der Laube empor. Gern ließen wir bei dieſem Anblicke unſern Thraͤnen freien Lauf. Schmelzende Toͤne der klagenden Nachtigall, balſamiſcher Duft der keimenden Kraͤuter vermehrten unſere wehmuͤthige Stimmung. Ach! es iſt eine der unerklaͤrlichſten Em⸗
pfindungen, uns vom Schickſale zugetheilt, den glei⸗
chen Ort unter veraͤnderten Verhaͤltniſſen wiederzu⸗ ſehen. Nicht der Menſch allein, nicht nur das Le⸗ bendige ſcheint uns alsdann umgeſtaltet, auch der Boden und ſeine Bekleidung, das Haus und ſeine Verzierung ſtellen ſich uns veraͤndert dar!
Leiſe lehnte Cornelie ihr braͤutliches Haupt an meine Schulter.
O, fluͤſterte ſie, wie ſchmerzlich greifen Erinnerung und Erfahrung ſchon in mein kurzes Daſein.
Beklage Dich nicht, Du Holde, entgegnete ich ge⸗ ruͤhrt, denn noch iſt die Erinnerung der Liebe und Unſchuld geweiht; o daß Dir ſchlimmere Erfahrun⸗ gen ewig unbekannt bleiben moͤchten!
Kaum hatte ich ausgeredet, als der Diener Alles
zu unſerer Abreiſe bereit ankuͤndigte, denn wir be⸗


