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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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bietend, und alle Zweifel ſchwanden. Nun erſt konnte ich ruhiger mehr und mehr um mich ſchauen und trotz Cor⸗ neliens aufrichtiger Freude eine ſtille Wehmuth nicht uͤberſehen, die aus ihrem reinen Augenſpiegel in truͤ⸗ ber Schwermuth mir entgegenſtrahlte und ſich ſelbſt wie ein unerklaͤrbares Etwas in unſere Umarmung gemiſcht hatte. Schon wollte ich durch leiſe Andeu⸗ tung zu erfahren ſuchen, als ploͤtzlich ihr nun erſt von mir bemerktes Trauergewand mir nur zu gut die Aufloͤſung gab. Unſere Blicke begegneten und verſtanden ſich. In dieſer Woche war die von uns Allen ſo innigſt verehrte Mutter zu einem beſſern Le⸗ ben verſchieden, nachdem ſie noch zuvor Olindens und des Grafen Falgin Einſegnung veranſtalten ließ, die ich alſo als zufriedenes Ehepaar wiederfand. Olinde hatte, nach Corneliens fruͤherer Prophezeiung, ſelbſt auf die Verbindung mit dem Grafen gedrungen, zu⸗ gleich hatte die Sterbende auch als ihren letzten Wil⸗ len ausgeſprochen, daß durch ihren Tod Corneliens Ver⸗ einigung mit mir nicht laͤnger verzoͤgert werde. Ferdinand war Deiner nicht wuͤrdig; ſo begluͤcke denn ſo ſchnell als moͤglich den Auserwaͤhlten Deines Herzens; das waren ihre letzten Worte, die auch den Baron zum Nachgeben bewogen. Wie aber haͤtte ich jetzt laͤnger meine Ungeduld beſchwichtigen koͤnnen? Durch Flehen und Üüberreden gelangte ich zum Ziele. Schoͤner, herrlicher gluͤhte das erleuchtende Him⸗