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und da ziemte es keinem unterthaͤnigen Diener nach⸗ zuforſchen.
Dieſe Vorſichtsmaßregel des Verraͤthers fing ihn in ſeiner eignen Schlinge, zugleich rettete ſie uns Alle. Die ganze Nacht verſtrich, ehe man nachzuſe⸗ hen wagte, und dann erſt fand man den Leichnam des Prinzen, das durchbrochene Fenſter, die Strick⸗ leiter. Bis die Behoͤrden in Kenntniß geſetzt wur⸗ den, Alles in gehoͤriger Form eingeleitet war, hatten wir Fluͤchtlinge beinahe vierundzwanzig Stunden voraus.
Die Sache erregte allgemeines Aufſehen, und Erich
und ich geriethen allerdings durch unſer ploͤtzliches
Verſchwinden in Verdacht; doch ward ſchon nach Verlauf mehrer Monate die Regierung bedeutend milder gegen mich geſinnt. Ohne daß Ferdinand und Erich ihren Aufenthalt angaben, langten dennoch Be⸗ richte von ihnen an, worin ſie ſich erſtens als alleinige Urheber bei der Obrigkeit bekannten, zweitens mit Wahr⸗ ſcheinlichkeit bewieſen, daß der Prinz ſich als Moͤrder eingeſchlichen hatte. Dieſe Wahrſcheinlichkeit beruhte auf den Thatſachen, daß der Fuͤrſt hauptſaͤchlich Ferdi⸗
nands Gefangennehmung betrieb, daß man ſeine boͤ⸗
ſen Anſichten auf Cornelie vermuthete, und endlich, daß er in jener letzten Nacht den Zutritt ins Gefaͤng⸗ niß durch eine verfaͤlſchte Ordre erhielt(wie es ſich jetzt auswies). Dieſer Wuͤſtling war dem Hofe und den Behoͤrden, die ſtets ſein Unrecht wieder zu ver⸗


