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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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die von ihr Bevollmaͤchtigten vollkommen in ihrem Intereſſe gehandelt haͤtten, will ich dahingeſtellt ſein laſſen; aber mein Gelingen fuͤr ſie, indem mir meine fruͤhern Studien der Rechte wie meine genaue Be⸗ kanntſchaft mit Latours ſehr zu ſtatten hierbei kamen, erfreute mich ungemein, und indem ich vor der Hand keinen fernern Wirkungskreis fuͤr mich in Paris ſah, ward meine Sehnſucht nach der Geliebten ſtaͤrker; da ſollten ploͤtzlich begluͤckende Nachrichten von Cor⸗ nelien die Wunden, an denen meine Vaterlandsliebe blutete, einerſeits wieder heilen. Meine gelungene Flucht aus jenem Reiche, worin ich es unternahm, ei⸗ nen Staatsgefangenen zu befreien, ſetzte mich ſelbſt in Erſtaunen, bis ich folgenden Aufſchluß erhielt: Ferdinand hatte den Prinzen in jenem naͤchtlichen Kampfe im Gefaͤngniſſe auf der Stelle getoͤdtet. Da der Gefangenwaͤrter aber auf hoͤheren Befehl Ordre erhielt, den Prinzen einzulaſſen, ſo glaubte der an ſtrenge Unterwuͤrfigkeit Gewoͤhnte, nicht weiter nachforſchen zu muͤſſen, denn nicht ſeine Sache ſchien es ihm, erfahren zu wollen, warum der Fuͤrſt die Nacht hindurch bei dem Gefangenen weile. Der Fuͤrſt war maͤchtig, und auf ſeinen Befehl der junge Leuch⸗ tenhauſen fruͤher dem Gefaͤngniſſe übergeben worden; er verbot in jener letzten Nacht ausdruͤcklich, man ſolle ſeinen Beſuch bei dem Delinquenten nicht ſtoͤren, 22