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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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Zwanzigſtes und letztes Capitel.

Ich ſah es wieder, das ſchoͤne Frankreich, das theure Vaterland, aber zu qualvoll waren die Wunden des Herzens, um die Ruͤckkehr in die Heimath als echter Patriot genießen zu koͤnnen. Wie anders war dieſes Leid der ſanften Wehmuth, dieſe Sehnſucht nach den fruͤher verlebten gluͤcklichen Tagen an der Seite der ſchoͤnen liebreizenden Cornelie, mit jenem uͤbermuͤthi⸗ gen Unwillen, der mich einſt die Urſachen zur Unzu⸗

friedenheit wie eine Chimaͤre erfinden ließ, und der

mich vor weniger als einem Jahre aus Frankreich getrieben hatte. Gleich als koͤnnte die truͤbe Zukunft zur Maſſe, zur fuͤhlbaren Laſt werden, waͤlzte ſich Schwermuth mir den Athem hemmend uͤber die Bruſt, als ich durch die Barrieren von Paris fuhr. Zu mei⸗ nem beſondern Verdruſſe vernahm ich auch Eure Ab⸗ weſenheit, woran theils ein abermaliger Miniſter⸗ wechſel, und folglich Eure Verſetzung nach den Pro⸗ vinzen, oder auch Privatverhaͤltniſſe Schuld waren, und ſo ſuchte ich vor der Hand keine fernern Freund⸗ ſchaftsverbindungen wieder anzuknuͤpfen.

Nicht ich allein war ſeit meiner Entfernung aus meinem Vaterlande veraͤndert, auch hier fand ich eine andere Stimmung als die verlaſſene, und zwar er⸗ hielt ich ſchon waͤhrend der letzten Monate meines