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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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Still, entgegnete dieſer, wie viel erkenntlicher muͤſ⸗ ſen wir Ihnen ſein, da Sie es ja allein ſind, der Ferdinand befreite! Doch nicht mehr duͤrfen wir der Vergangenheit unſere Aufmerkſamkeit ſchenken, ſo lange die Zukunft noch umhuͤllt vor uns liegt.

Er ward ernſter, und mit einer Miene voll unbe⸗ ſchreiblichen Mitleids ſchaute er auf uns, indem er unſere Haͤnde erfaßte.

Noch wiſſen wir nicht, ob der Erbaͤrmliche als Leichnam gefunden wird, und dadurch vielleicht ewi⸗ ges Dunkel uͤber die Weiſe, wie Ferdinand befreit ward, bleiben kann, oder ob nicht vielmehr ein ein⸗ ziger dem Prinzen uͤbriggebliebener Lebenshauch Dorval in ewiges Verderben ſtuͤrzt, ob der Prinz nicht, etwa nur leicht verwundet, mit graͤßlicher Rache vergelten wird; darum Trennung ſo ſchnell als moͤglich.

Wir verſtanden ihn, und Cornelien feſt in den Ar⸗ men haltend, druͤckte ich den traurigen Abſchiedskuß auf ihre Lippen; ich fuͤhlte ihre heißen Zaͤhren uͤber meine Wangen rollen, fuͤhlte das pochende Herz an meinem Herzen ſchlagen und vergaß alle Gefahr, die in der Zoͤgerung lag, wuͤrde ſie wol ewig vergeſſen haben, haͤtte Falgin mich nicht gewaltſam dieſer be⸗ ſeligenden ſchmerzlichen Umarmung entriſſen und mich faſt auf ſein Reitpferd hinaufgehoben.