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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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ſen Sie, was Sie zu thun haben. Der Graf konnte nur Unheil von Ferdinands und des Prinzen Zuſam⸗ menkunft erwarten und war daher doppelt erfreut, als er meine Abſicht zur Befreiung des Erſteren errieth; aͤngſtlich trieb er mich an, dieſes vor Mitternacht zu bewerkſtelligen, und dann endlich unterrichtete er auch Cornelien von Allem, was ſich zutrage. Sie war ſo⸗ eben aus dem Krankenzimmer ihrer Pflegemutter nach dem vaͤterlichen Hauſe zuruͤckgekehrt, als Falgin ſie dort aufſuchte, und ſomit wich auch der letzte An⸗ ſchein von Ruhe, der dem edlen Maͤdchen noch ge⸗ blieben war

Ich muß hinaus, rief ſie, ich muß den Geliebten, ich muß Ferdinand aufſuchen, wie ſchwer es immer ſein mag, ich ertrage die Ungewißheit, den Aufſchub bis morgen nicht; ich muß hinaus, es entſtehe dar⸗ aus was da wolle!

Vergebens ſuchte Falgin ſie in der kalten Winter⸗ nacht zuruͤckzuhalten, vergebens verſprach er, ſeinem fruͤhern Vorſatze zufolge, ſelbſt zu forſchen; da ſie auf das Schweigen einer treuen Zofe ruͤckſichtlich ih⸗ rer naͤchtlichen Abweſenheit rechnen konnte, ließ ſie ihr Reitpferd vorfuͤhren und eilte, vom Grafen beglei⸗ tet, uͤber Querwege dem Gefaͤngniſſe zu. Das Übrige iſt Euch bekannt.

O meine Cornelie, rief ich, wie viel ſind wir nicht dem edlen Falgin ſchuldig!