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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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erkundigte ich mich naͤher uͤber ſie, und bei der zu⸗ letzt beſchriebenen Scene verſtand ich den edlen Fal⸗ gin erſt ganz, deſſen Benehmen mir bis dahin ſo zweideutig ſchien.

Nach einer halben Stunde etwa erreichten wir ſein Landhaus. Hier erſt goͤnnten wir uns Muße zur gegenſeitigen Aufklaͤrung, uns des augenſcheinlich gluͤck⸗ lichen Ausgangs erfreuend. Seit der Trennung von Angelika, die aus Gram uͤber ihre Schwaͤche ſich zu⸗ gleich aus der frohen Welt zuruͤckzog und von dem Grafen losſagte, hatte dieſer dem Prinzen Verder⸗ ben geſchworen und deswegen Vergeſſen ob des Ge⸗ ſchehenen geheuchelt. Der Fuͤrſt aber, der ſchon man⸗ chem Ehrloſen im Leben begegnet ſein mochte, ahnete die Verraͤtherei nicht. Den Grafen zu ſeinem intim⸗ ſten Vertrauten waͤhlend, unterrichtete er ihn an je⸗ nem Tage von der Abſicht ſeines mitternaͤchtlichen Be⸗ ſuchs bei Ferdinand, doch erwartete er ſelbſt kein Ge⸗ lingen durch den Weg der Guͤte bei dem Gefange⸗ nen, deſſen Charakter er genau kannte; deswegen ward Falgin zugleich von ihm beauftragt, Cornelien unter dem Vorwande, er habe die Erlaubniß fuͤr ſie erhalten, Ferdinanden einen heimlichen naͤchtlichen Be⸗ ſuch machen zu duͤrfen, nach ſeinem Landhauſe zu entfuͤhren. 1

Gibt Ferdinand nicht nach, fuͤgte der Prinz hinzu,

erhalten Sie in der Nacht keine Gegenordre, ſo wiſ⸗ 21*