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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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Endlich, endlich, Angelika, du reine Unſchuldsſeele, du meine einſt ſo theure Geliebte, die du als Opfer dieſes Wuͤſtlings fielſt, biſt du geraͤcht! Ha, ich ſchwelge in dem Bewußtſein dieſer Rache, die ich lange heimlich naͤhrte, fuͤr die ich lange ein trauriges Daſein duldete, einzig um deſto eher einen guͤnſtigen Moment erſpaͤhen zu koͤnnen; ich ſchwelge in dem Gedanken, daß dieſe Rache dennoch endlich durch meine Mitwirkung gelang. Doch, meine Freunde, wir muͤſſen eilen, hier herum ſind wir nicht ſicher. Schwingen Sie ſich mit auf mein Pferd, Dorval, und reiten wir noch eine gute Meile bis zu einem kleinen Landhauſe, welches mein Eigenthum iſt; Sie duͤrfen die Stadt nicht wiederſehen, worin Sie viel⸗ leicht in naͤchſter Stunde ſchon von den Haͤſchern auf⸗ geſucht werden.

Mit den wenigen Worten: Angelika, du biſt ge⸗ raͤcht! lag auch ploͤtzlich Falgin's bisheriges Beneh⸗ men und ſeine letzte Abſicht vor mir aufgedeckt, und von Minute zu Minute wuchs mein Zutrauen zu ihm. Wie Ihr Euch erinnern werdet, war bisher nur ober⸗ flaͤchlich von dieſer fruͤhern Geliebten des Adjutanten, wobei man auch den Prinzen nannte, die Rede. Man wunderte ſich, daß Falgin in der Geſellſchaft eines Mannes leben konnte, den man als den Urheber ſeiner Leiden betrachtete. Erſt als Cornelie und Ho⸗ norine jene Angelika in ihrer Einſamkeit aufſuchten,