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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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in wenigen Tagen Ihnen angetraut werden ſollte. Sie ſchlagen dieſes freundſchaftliche Anerbieten ab, ſo moͤgen Sie zu Ihrer groͤßern Qual mein Gelingen durch Gewalt vernehmen; ewig ſchmachten Sie in einer Feſtung, und Cornelie wird noch in dieſer Nacht durch Liſt entfuͤhrt und muß dennoch meiner Leiden ſchaft willfahren.

Cornelie entfuͤhrt? durch wen? wo iſt ſie? alſo 4 ſchrie ich entſetzt, aus meinem Schlupfwinkel hervorbre⸗ chend, und feſt hielt ich ihm die geladene Piſtole mit geſpanntem Hahne auf die Bruſt. Einer Bildſaͤule gleich ſtarrte er mich unbeweglich an; und wer weiß, ob ich in blinder Wuth nicht zum Moͤrder

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geworden waͤre, haͤtte mir Ferdinand nicht gluͤcklicher⸗ weiſe das Schwert von der Seite geriſſen.

Ziehen Sie, rief er dem Prinzen zu, ziehen Sie, oder Sie ſind des Todes; Sie haben keine Wahl, denn Ihr verruchtes Leben ſteht auf jeden Fall auf dem Spiele; machen Sie Miene nach Huͤlfe zu ru⸗ fen, ſo faͤhrt Ihnen eine Kugel durch den Kopf!

Er zog, ſie kaͤmpften, der Prinz fiel, dann ſchwan⸗ gen wir uns nach einander die Strickleiter hinab in den Nachen zu dem harrenden Erich und ſtießen gluͤcklich von dem Gefaͤngniſſe ab. Ich begehrte ans Land geſetzt zu werden, um wo moͤglich der Ge liebten Rettung zu bringen; und obgleich ſich Ferdi⸗ nand anfangs weigerte, mich unter ſo bedraͤngten