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auch ich wußte dieſe ſonderbare Anrede nicht zu deu⸗ ten; mit verdoppelter Aufmerkſamkeit horchte ich hin.
So viel ich durch Ihre eigne Umgebung weiß, fuhr der Prinz fort, ohne des Andern Staunen zu beach⸗ ten, iſt die ſchoͤne, die reizende Cornelie von Turneck Ihnen zur Gattin beſtimmt; dagegen zeigen Sie deutlich, Sie geben nur einer Convenienz nach, und dieſes Ihnen allgemein beneidete Gluͤck werde keines
fuͤr Sie ſein. Sie duͤrfen alſo unter ſolchen Umſtaͤn⸗
den keine Treue bei der Schoͤnſten jenes frivolen Ge⸗ ſchlechts erwarten.
Ferdinand, der ſich laͤngſt erhoben hatte und, waͤh⸗ rend der Fuͤrſt ſprach, mit ſtets ſtaͤrker werdenden Schritten auf- und abgegangen war, ſtellte ſich jetzt dicht vor ihn und ſah ihm mit wuͤthender, zweifeln⸗ der Miene, wie er das Geſagte auslegen ſolle, ſtarr ins Auge; der Letztere ſchien aber endlich etwas mehr in Affect zu gerathen.
Verſtehen Sie mich, ſagte er faſt zutraulich, indem er ſich dichter an Ferdinands Ohr lehnte, es ſoll Sie hierbei nichts beleidigen, nichts gereuen, Ihr Loos vielmehr beneidenswerth werden. Ich liebe die ſchoͤne Baroneſſe und ſchwur, ſie zu beſitzen, es koſte was es wolle, doch wiſſen Sie, daß mein Rang mir nicht erlaubt, ſie zu meiner Gemahlin zu erheben; alſo gebe ich Ihnen mein Ehrenwort, das Urtheil, wel⸗ ches Sie bereits zur langen Feſtungsgefangenſchaft


