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genehmen Eindruck auf mich gemacht hatte, erregte mir heute ſolchen Widerwillen, daß ich bei aller Ge⸗ fahr Muͤhe hatte, mich ruhig zu halten. Der letzte Auftritt mit Cornelien kam durch ſeine Gegenwart lebhafter in mein Gedaͤchtniß zuruͤck, und ohne ei⸗ nen Nebenbuhler in ihm zu ſehen, erkannte ich ihn als einen elenden Wuͤſtling. Wie unter eine Eis⸗ decke gebannt ſchien die ganze Form ſeiner Figur, und ploͤtzlich war es mir, als ob jede Muskel ſeines Antlitzes ihn irgend eines Verbrechens anklagte. So widerwaͤrtigen Eindruck als zu dieſer Stunde hatte ich noch nie durch ſeine Gegenwart empfunden. Ferdi⸗ nand, dem ich es fruͤher nicht zugetraut hatte, beſaß Geiſtesgegenwart genug, ſich durchaus ruhig zu ver⸗ halten, wodurch der Fuͤrſt gezwungen ward, unauf⸗ gefodert die Urſache ſeines Beſuchs zu erklaͤren. Es ſchien ihn zu uͤberraſchen, ſelbſt augenblicklich in Ver⸗ legenheit zu ſetzen, doch faßte er ſich bald.
Mein Erſcheinen hier, begann er, muß Sie befrem⸗ den, Herr von Leuchtenhauſen, und kann nicht ohne Vermuthung irgend einer Abſicht meinerſeits an Ih⸗ nen voruͤbergehen. Sie kennen meine hohe Stellung und muͤſſen bei mir Einfluß in Staatsangelegenhei⸗ ten erwarten—
Ferdinands Ruhe hatte ihn ſchon verlaſſen; er un⸗ terbrach den Prinzen mit den Worten: Einfluß in Staatsverbrechen, ſo viel ich weiß.


