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ten uͤbernatuͤrliche Staͤrke verlieh, und es bewaͤhrte ſich dieſelbe wunderbare phyſiſche Entwickelung an mir, die man oft mit Staunen an Fieberkranken wahr⸗ nimmt, die, kaum noch matt auf das Lager gebannt, ploͤtzlich eine ſelbſt in geſunden Tagen nicht an ih⸗ nen gekannte Muskelkraft beweiſen und auch ſogleich in ihre vorige Apathie zuruͤckſinken. Ich auch ward von einer hoͤhern Macht unterſtuͤtzt, und dahin ſank die Scheidewand des Eiſengitters zwiſchen mir und Ferdinand; wir ſtuͤrzten uns in die Arme, und das Wort erſtarrte auf unſern Lippen, doch war es na⸗ tuͤrlich, daß wir bei ſo furchtbar drohender Gefahr auch der Zukunft gedachten. Kommen Sie, ſprach ich, ihn raſch bei der Hand nehmend, jede Zoͤgerung iſt gefaͤhrlich. Erich ſteht unten im Nachen als Waͤch⸗ ter; er iſt mit Allen verſehen und wird Sie auf der Flucht begleiten.
Doch man denke ſich jetzt unſer Entſetzen, als wir, ſoeben im Begriff, uns uͤber die Fenſterpfoſten die Leiter hinabzuſchwingen, deutliches Knarren an der Thuͤr des Eingangs vernahmen. Unmoͤglich war es, ſo ſchnell unbemerkt zu entkommen, und die Überzeu⸗ gung hiervon erſtarrte den ungluͤcklichen Ferdinand faſt zur Salzſaͤule; ich aber erlangte, abermals durch unglaubliche Angſt geſteigert, ſo viel Beſinnungskraft, ſchnell das Licht auszuloͤſchen, den Gefangenen nach ſeinem ſchlechten Bette hinzuſtoßen und mich ſelbſt


