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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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außen wird die Befreiung unmoͤglich, dieſes iſt alſo jetzt unſer Werk.

Schwarze Nacht umlagerte uns, und, dem einſamen Burgſchloſſe ſchon ganz nahe, haͤtten wir es kaum gewußt, wenn es nicht die fernher ſchimmernden Wachtfeuer verriethen. Gefliſſentlich dieſen ausweichend, hielten wir uns laͤngs dem Strande. Ein Nachen nahm uns auf, und mit klopfenden Herzen erreich⸗ ten wir den Fuß eines ſteilen Eckthurms, der ſeine verjaͤhrte moosbewachſene Steinwand in die ſchaͤumen⸗ den Fluten tauchte. Hoch unter dem ſpitz aufſtreben⸗ den Schindeldache leuchtete noch hinter einem Gitter ein ſchwaches, kaum bemerkbares Licht.

Dort! riefen wir in Sympathie gleichzeitig aus und ſteuerten erbitterter, aber muthiger auf jenen Thurm los. Ferdinand, der taͤglich, ſo lange es ſeine Kraͤfte erlaubten, ohne Unterlaß auf unſer verſprochenes Sig⸗ nal horchte, vernahm es ſogleich. Schnell befeſtigten wir eine Strickleiter an das Band, welches er herab⸗ ließ, und waͤhrend Erich unten im Nachen Wache hielt, ſchwang ich mich gluͤcklich hinauf.

Unendlich viel war gewonnen, aber wie viel mehr noch zu verlieren! Jeder Moment konnte alle unſere An⸗ ſtrengung vernichten und den wir zu retten wuͤnſch⸗ ten auf ewig ins Verderben ſtuͤrzen. Dieſe Vorſtel⸗ lung bemaͤchtigte ſich meiner Einbildungskraft mit ſol⸗ cher Lebhaftigkeit, daß ſie meinen koͤrperlichen Kraͤf⸗