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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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nach Belieben verwenden; dabei behandelte der Him⸗ mel auch wahrlich Ihre Geſtalt nicht ſtiefmuͤtterlich, und was koͤnnte Sie mit allen dieſen vereinigten Vortheilen noch unzufrieden ſtimmen?

Es iſt Alles genau, wie Sie ſagen, verſetzte ich, und deswegen die Anklage, die ich nicht ſelten gegen mich ſelbſt fuͤhre, bitter genug, aber der Menſch iſt nun einmal nicht vollkommen zu befriedigen, und ſo nennen Sie mich meinetwegen uͤbermuͤthig, launig: ich kann meine Geſinnungen nicht aͤndern. Einmal zum Nachdenken uͤber meine Lebensart in Paris ge⸗ langt, fand ich uͤberall Tadelnswerthes. Ich weiß es, ſie heißt die angenehmſte Stadt der Welt, man ſieht und hoͤrt viel Schoͤnes darin, es iſt ein großartiges, oͤffentliches Leben dort, wie man es, London bedin⸗ gungsweiſe ausgenommen, nicht leicht wiederfindet, aber mir war ſchon ſeit einiger Zeit nicht mehr be⸗ haglich in Paris, und faſt glaube ich die Urſache in meiner juͤngſt gewaͤhlten Lebensart zu ſehen. Dieſes Zerren der Parteien, die uͤberall die oͤffentliche Wohlfahrt zum Vorwande unterſchieben und oft ganz andere Abſichten als die genannten bezwecken wollen, fing mir nach und nach an zu misfallen. Hier waren meine Geſinnungen der Regierung zu frei, um mich zu einem Amte zuzulaſſen, dort den Ultraliberalen zu beſchraͤnkt, um mir mit gleicher Artigkeit als anfangs zu begegnen, wo ich